Tote Schafe: DNA-Analyse bestätigte Wolfsverdacht in Matrei in Osttirol

Eine Resolution der Gemeinde wurde vom Land an das Europäische Parlament und den Nationalrat weitergeleitet. Bei den gerissenen Rehen im Bezirk Landeck und in Kals waren Füchse am Werk. Die DNA-Ergebnisse aus Serfaus stehen noch aus.

(Symbolbild)
© APA/AFP

Matrei i. O. – Die zwei toten Schafe, die am 7. Mai im Gemeindegebiet von Matrei in Osttirol entdeckt wurden, und die drei Tiere, die am 18. Mai in Zedlach, ebenfalls in der Gemeinde Matrei, tot aufgefunden worden waren, sind nachweislich von einem Wolf gerissen worden. Das habe die DNA-Analyse der entnommenen Tupferproben ergeben, teilte das Land Tirol am Donnerstag mit.

Der Wolf dürfte aus der italienischen Population stammen. Aktuell lagen den Behörden aus der Region um Matrei in Osttirol jedoch keine weiteren Meldungen über Risse oder Sichtungen vor. Im Gailtal war jedoch ein Riss gemeldet worden. Ob dafür ein Wolf verantwortlich war, konnte zunächst noch nicht gesagt werden. DNA-Proben wurden zur Analyse geschickt.

In der Gemeinde Matrei in Osttirol war eine Resolution verfasst und an das Land Tirol übermittelt worden. Darin wurde ein „wirkungsvolles Wolfsmanagement durch das Land Tirol in Form einer Entnahme" gefordert. Man nehme die Ängste der Bevölkerung und die Sorgen der Tierhalter sehr ernst und beobachte die Situation sehr genau, meinte der zuständige LHStv. Josef Geisler (ÖVP) dazu. Durch den hohen EU-Schutzstatus für große Beutegreifer seien dem Wolfsmanagement jedoch rechtlich äußerst enge Grenzen gesetzt. Da das Land für die Resolution somit der falsche Adressat sei, werde sie an das Europäische Parlament und den Nationalrat weitergeleitet und dem Petitionsausschuss des Tiroler Landtags zur Kenntnis gebracht.

Für die Rehrisse, die in der ersten Maihälfte in Landeck, im Kaunertal und in Kals am Großglockner gemeldet wurden, waren jedoch Füchse verantwortlich. Die Proben eines Rehrisses aus Matrei in Osttirol seien noch ohne Befund. Noch nicht aus Wien eingetroffen waren die Ergebnisse der DNA-Analyse von Proben in Serfaus. (APA)


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