WSG Tirol vor Neustart zwischen Papafreuden und Blinddarm-OP

Mit Lukas Grgic wird ein Schlüsselspieler der WSG Tirol im Abstiegskampf fehlen. Benjamin Pranter freute sich unterdessen über die Geburt von Tochter Valerie.

Neo-Papa Benni Pranter mit seinem Schatz Valerie. Beim Test gegen Salzburg hinterließen der Mittelfeldspieler und seine Teamkollegen einen starken Eindruck.
© Pranter, gepa

Von Alex Gruber

Wattens – Die Kicker der WSG Tirol befanden sich in den vergangenen Tagen und vor dem Wiederanpfiff am Dienstag im Tivoli (18.30 Uhr) gegen St. Pölten aus ganz unterschiedlichen Gründen im Krankenhaus: Kreativperle Benni Pranter stemmte am Freitag voller Stolz Töchterchen Valerie in die Höhe, die um 1 Uhr morgens ca. drei Wochen zu „früh“ das Licht der Welt erblickte: „Ein unglaubliches Gefühl – das ist mit nichts zu vergleichen.“

Kollege Lukas Grgic liegt indes nach einer akuten Blinddarm-Operation in Wels im Spital, die Saison ist wohl gelaufen. „Ich bin am Mittwoch nur noch auf allen vieren herumgekrochen, meine Frau hat mich dann ins Spital gebracht. Es war höchste Zeit und kurz vor dem Durchbruch“, berichtet Grgic, dass kaum Hoffnung besteht, dass er im Abstiegskampf noch einmal für die WSG auflaufen kann. Im Sommer liegt ja eine Rückkehr zum LASK nahe.

„In erster Linie geht es darum, wieder gesund zu werden. Ich möchte dennoch so schnell wie möglich zurück nach Tirol, um das Team zu unterstützen“, führt der 24-jährige Mittelfeldstratege aus, dessen Ausfall die Tiroler richtig schmerzt.

Jetzt fehlt nur noch der Klassenerhalt zu Pranters Glück

Benni Pranter hofft indes, dass er in den kommenden Wochen trotz neuem Babygeschrei qualitativ guten Schlaf findet – der Stress, dass das Töchterchen irgendwann in den englischen Wochen und womöglich auch noch bei einer längeren Auswärtsetappe geboren würde, ist weg. Nach der Corona-Hochzeit mit seiner Diana und der Geburt des ersten Kindes fehlt 2020 am Rasen quasi „nur“ noch der Klassenerhalt.

„Natürlich tut Lukas’ Ausfall weh, aber wir werden das kompensieren“, krempelt WSG-Cheftrainer Thommy Silberberger die Ärmel hoch. „So schnell geht’s: Das 1:1 im Testspiel gegen Salzburg war gut und schön. Und ein paar Tage darauf sieht man schon wieder, dass immer etwas passieren kann“, blickt Manager Stefan Köck auch auf die Unberechenbarkeiten des Geschäfts, die über den Ligaer­halt mitentscheiden können: „Aber großes Lob – alle, auch der so genannte zweite Anzug, ziehen bei uns super mit.“

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