Ötztalstraße bleibt nach Mure und Felssturz weiter gesperrt

Die Sperre der B186 zwischen Zwieselstein und Untergurgl bleibt bis voraussichtlich 11. Juni aufrecht. Der Hang sei weiterhin labil, hieß es am Dienstag seitens des Landes.

Schuttmaterial und Wasser sind in die Leckgalerie eingedrungen.
© Landesgeologie

Sölden – Die Ötztaltstraße (B186) bleibt nach dem Abgang einer Mure samt Felssturz am vergangenen Donnerstag zwischen Zwieselstein und Untergurgl noch weiter gesperrt. Die Sperre soll voraussichtlich bis 11. Juni andauern, teilte das Land am Dienstag mit. Die betroffene Leckgalerie werde nun mit zusätzlichen Abstützungen versehen und eine Wasserableitung aus dem Hang soll ermöglicht werden, hieß es. "Die Bewegungsaktivität des Hanges hat sich gegenüber der letzten Woche zwar verringert, dennoch wurden vereinzelt weitere Blockschläge beobachtet", berichtete Landesgeologin Petra Nittel-Gärtner nach einem Lokalaugenschein. Nun werden weitere Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, solange es die geologische Situation und die Witterungsbedingungen erlauben.

Der Hang oberhalb der Leckgalerie ist weiter labil.
© Landesgeologie

Außerdem werden in den kommenden Tagen geologische Erhebungen und Laserscan-Messungen für die Planung von Sanierungsmaßnahmen gemacht. Sie seien für die Entscheidung hinsichtlich der Öffnung des Straßenabschnitts relevant, sagte Thomas Figl, Leiter der Landesgeologie. Der Hang wies bereits mehrere Tage vor dem Erdrutsch Bewegungen auf, die in Zusammenhang mit der Schneeschmelze standen. Nachdem die Straße gesperrt worden war, wurde die Bevölkerung mittels Luftbrücke versorgt.

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