WSG Tirol holt einen Punkt in Altach und gibt die Rote Laterne ab

Nach der bitteren 0:5-Pleite zum Restart gegen St. Pölten konnte die WSG Tirol mit einem 1:1 gegen Altach in der Bundesliga-Qualifikationsgruppe anschreiben.

Thanos Petsos (grün) brachte die WSG Swarovski Tirol in Führung.
© DIETMAR STIPLOVSEK

Altach - Die WSG Wattens zeigte nach der 0:5-Restart-Pleite gegen St. Pölten eine Reaktion und holte in Altach ein 1:1-Remis. Im zweiten Spiel der Qualifikationsgruppe brachte Thanos Petsos (51.) die Tiroler in Führung. Jan Zwischenbrugger gelang der Ausgleich (79.) für die Vorarlberger.

Statt Fan-Unterstützung war im West-Duell zunächst nur Donnergrollen zu hören. Bei anfänglichem Platzregen boten die Mannschaften eine ereignislose erste Hälfte. Gut aus Tiroler Sicht: Beim 0:5 am Dienstag gegen SKN St. Pölten stand es zu dieser Zeit bereits 0:3. Wattens, deren Trainer Thomas Silberberger nach seiner Beinverletzung infolge eines Motorradunfalls weiter fehlte und durch Sportdirektor Stefan Köck vertreten wurde, hielt die Altacher erfolgreich vom Tor weg.

Noch besser wurde es aus Sicht der Gäste kurz nach der Pause: Eine abgefälschte Flanke von Kelvin Yeboah landete vor den Füßen von Petsos, der Altach-Goalie Martin Kobras mit einem Schuss zwischen die Beine bezwang (51.). Für den früheren Rapidler war es das erste Tor in der Bundesliga seit August 2015 (gegen Salzburg).

Kopfball an die Latte - Soares verpasst Vorentscheidung für die WSG

Altach machte - insbesondere nach der Hereinnahme des deutschen Ex-Teamspielers Sidney Sam - deutlich mehr Druck. Fabian Koch packte gegen Simon Tartarotti die Notgrätsche aus (65.). Auf der Gegenseite stimmte bei Yeboah nach schöner Einzelaktion nur das Glück im Abschluss nicht (67.).

Wattens hatte Chancen auf die Vorentscheidung. Die beste fand Verteidiger Soares vor, der bei einem Eckball mit seinem Kopfballversuch an der Querlatte scheiterte (79.). Praktisch im Gegenzug glückte Altach der verdiente Ausgleich: Zwischenbrugger versenkte das Kunstleder von knapp außerhalb des Strafraums gefühlvoll im rechten Eck (79.). Kurz darauf hatte auch Sam mit einem Lattentreffer Pech (81.).

Die Hausherren blieben im Finish überlegen, das Siegestor allerdings glückte nicht mehr. Schon am kommenden Dienstag geht es weiter. Altach gastiert im Qualigruppen-Spitzenduell bei der Austria. Die WSG, die die Rote Laterne an die Admira (0:2 Mattersburg) abgab, empfängt Mattersburg.

Admira neues Schlusslicht

Der SV Mattersburg hat einmal mehr seine Auswärtsstärke unter Beweis gestellt und sich damit etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga verschafft. Die Burgenländer setzten sich beim FC Admira mit 2:0 durch und haben nun vier Zähler Vorsprung auf das neue Schlusslicht aus Maria Enzersdorf. Die Vorentscheidung in der BSFZ Arena fiel bereits vor der Pause. Andreas Gruber (17.) brachte die Gäste mit einer Direktabnahme in Führung, zudem erzielte Jonathan Scherzer (39.) ein unglückliches Eigentor. Mattersburg ist damit nach dem Auftakt-1:1 gegen Altach in der Qualifikationsgruppe weiter unbesiegt und schaffte in der Tabelle den Sprung auf Rang drei. Für die Admira setzte es auch in der zweiten Partie der zweiten Saisonphase nach dem 0:1 bei der Wiener Austria eine Niederlage.

Die Wiener Austria hat sich mit einem Unentschieden begnügen müssen. Die "Veilchen" erreichtenauswärts gegen den SKN St. Pölten durch Treffer von Manprit Sarkaria (3.) beziehungsweise Robert Ljubicic (74.) nur ein 1:1 und liegen damit weiterhin zwei Punkte vor dem SCR Altach an der Spitze. (APA/TT.com)

⚽ Bundesliga - Qualifikationsgruppe 24. Runde:

SCR Altach - WSG Tirol Endstand 1:1 (0:0)

  • Tore: : Zwischenbrugger (79.) bzw. Petsos (51.)

SKN St. Pölten - FK Austria Wien Endstand 1:1 (0:1)

  • Tore: R. Ljubicic (74.) bzw. Sarkaria (3.)

FC Admira - SV Mattersburg Endstand 0:2 (0:2)

  • Tore: Gruber (17.), Scherzer (39./Eigentor)

Stimmen zum Spiel

Stefan Köck (Tirol-Sportdirektor): "Das war die Reaktion, die ich sehen wollte. Und auch die Spieler, denn sie haben schon den Ehrgeiz und Willen zu zeigen, dass das nicht ihr Leistungsniveau war. Wir haben viele Räume zugemacht, den Matchplan hervorragend umgesetzt. Ich denke, nach einem 0:2 wäre Altach nicht mehr zurückgekommen. Aber man muss so fair sein und sagen, Altach war hinten raus schon die spielbestimmende Mannschaft und wir waren erleichtert, als der Schlusspfiff gefallen ist."

Alex Pastoor (Altach-Trainer): "Wenn man breit und zurück spielt, dann wird das Spiel langsam und langweilig anzuschauen. Wir müssen versuchen, den Ball steiler zu spielen. Das geht nicht immer, aber wenn wir es nicht versuchen, dann passiert nichts. Das Zweite ist, dass sich die Spieler oft zu wenig eine kreative und mutige Lösung zutrauen. Sie treffen sichere Entscheidungen. Sicherheit habe ich gerne, aber am Ende des Platzes ist Aggressivität und Mut gefordert. In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, wie wir Fußball spielen können. Aber das kann auch einmal zu spät sein, das erwarte ich am Dienstag ab der ersten Sekunde."

⏱ Tickernachlese SCR Altach - WSG Tirol


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