AUA mit fünf Prozent des Vorjahresangebotes zurück

Die Airline werde vorerst zu etwas mehr als 30 Destinationen unterwegs sein, sagte AUA-Chef Alexis von Hoensbroech am Montag. Im Juli soll das Angebot auf 20 Prozent steigen. Bis zum Jahresende seien 50 Prozent "gegenüber Normalzeiten" geplant.

AUA-Chef Alexis von Hoensbroech am Montag bei der PK der Austrian Airlines AG (AUA) „Fliegen in Zeiten von Corona" am Flughafen Wien-Schwechat.
© APA/Fohringer

Schwechat, Wien – Die Austrian Airlines (AUA) sind nach fast drei Monaten Zwangspause wegen der Coronakrise zurück in der Luft. Der „Jungfernflug" beim Neustart am Montag führte nach München. Im Juni seien fünf Prozent des Vorjahresangebotes im Programm, sagte AUA-Chef Alexis von Hoensbroech am Vormittag in einer Pressekonferenz in Schwechat. Das sei „immer noch fast gar nichts".

📽 Video | Pressekonferenz zur AUA

Die Airline werde vorerst zu etwas mehr als 30 Destinationen unterwegs sein, sagte von Hoensbroech. Ziele würden freilich seltener und aufgrund der noch geringen Nachfrage mit den kleinsten Maschinen bedient. Im Juli soll das Angebot auf 20 Prozent steigen, dann soll es auch das Comeback der Langstrecke (vorerst Newark/New Jersey, Washington, Chicago sowie Bangkok) geben. Bis zum Jahresende seien 50 Prozent „gegenüber Normalzeiten" geplant.

Erst 2022/23 ist mit 80 Porzent des Niveaus vor der Krise zu rechnen

Wann es einen „neuen Normalzustand" geben werde, „kann niemand vorhersehen", so der AUA-Chef. Es werde „eher Jahre als Monate" dauern. Erst 2022 oder 2023 sei mit „80 Prozent des Niveaus vor der Krise" zu rechnen.

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Es sei „unser Ziel gewesen, dieses Unternehmen wieder zum Fliegen zu bringen", betonte von Hoensbroech. Der Neustart am Montag sei demnach ein „emotionaler Augenblick" gewesen.

Die Auslastung der Maschinen am Tag des Comebacks habe 70 Prozent betragen. Damit sei er „sehr zufrieden", sagte der CEO. Aber die Menschen seien noch „unsicher", was zeitlich weiter entferntere Buchungen betreffe.

MNS-Pflicht und intensive Reinigung „nach jedem Flug"

Athanasios Kalliontzis, Leiter des Aeromedical Center der AUA, erläuterte in der Pressekonferenz, „warum der Babyelefant nicht mit an Bord" müsse. Er verwies dabei insbesondere auf die MNS-Pflicht für alle Passagiere (ab sechs Jahren, Anm.) und für die Mitarbeiter. Zudem würden in den Austrian-Maschinen „nach jedem Flug" alle Oberflächen von den Toiletten bis zu den Sitzreihen sehr intensiver Reinigung und Desinfektion unterzogen.

Jeder AUA-Passagier erhalte beim Einsteigen in die Kabine ein Desinfektionstuch, führte Kalliontzis weiter aus. Nicht zuletzt würden sogenannten HEPA-Filter (High Efficiency Partikel Absorber) an Bord der Austrian-Flugzeuge 99,9 Prozent aller Viren, Bakterien und Partikel aus der Luft entfernen. (APA)


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