Blitz-Gegentor besiegelte WSG-Niederlage bei der Wiener Austria

Der Tiroler Bundesligist verlor bei der Austria nicht nur das Spiel 0:1 sondern auch Stürmer Kelvin Yeboah, der sich in den Schlussminuten zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ.

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WSG-Verteidiger Stefan Hager im Zweikampf mit Austrias Dominik Fitz.
© GEPA pictures/ Christian Ort

Wien – Die WSG Tirol musste am Dienstagabend im Abstiegskampf der Bundesliga einen Rückschlag hinnehmen. Bei der Austria setzte es im vierten Saisonduell nach zuvor drei Siegen die erste Niederlage. Bereits in der 3. Minute erzielte Veilchen-Kapitän Alexander Grünwald den entscheidenden Treffer. In der Nachspielzeit sah Stürmer Kelvin Yeboah Rot (Tätlichkeit) und fehlt somit beim Rückspiel am Samstag im Tivoli (17.00 Uhr/live TT.com-Ticker).

In der Tabelle der Qualifikationsgruppe rutschten die Tiroler auf Rang vier ab, die Austria überholte den bisherigen Leader Altach. Die Vorarlberger waren gegen die Admira nicht über ein 1:1 hinausgekommen. Die Niederösterreicher übernahmen trotz des Punktgewinns vom SKN St. Pölten (1:0 gegen Mattersburg) die Rote Laterne, liegen allerdings nur einen Zähler hinter der WSG und den Burgenländern.

Yeboah an die Latte, Maierhofer im Abseits

Nach Altachs Remis in der Südstadt war es angerichtet für die Austria, die gegen den Aufsteiger bereits drei schmerzhafte Niederlagen in Liga und Cup kassiert hatte. Erwischten die Wattener bei ihrem 3:2-Auswärtssieg im Herbst einen Blitzstart, waren es nun die Hausherren, die früh vorlegen konnten. Grünwald war nach einer Klein-Flanke volley zur Stelle, nachdem die Gäste den Ball an der Seitenlinie nicht klären konnten. Erstmals in dieser Saison konnte die Austria gegen die WSG in Führung gehen.

Die Tiroler, bei denen Stürmer Zlatko Dedic zunächst auf der Bank Platz nahm, versuchten weiter, die Austria früh im Spielaufbau zu stören. Vor allem Yeboah bereitete der violetten Hintermannschaft mit seiner Schnelligkeit Probleme. Der 20-Jährige war dem Ausgleich nahe, sein Kopfball klatschte an die Lattenoberkante (35.). Stefan Maierhofers erfolgreicher Abstauber war aufgrund dessen Abseitsstellung regelwidrig.

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⚽ tipico Bundesliga, 27. Spieltag

Dienstag, Qualifikationsgruppe:

St. Pölten - Mattersburg 1:0 (1:0)

  • Tor: Alan (38.)
  • Gelb-Rote Karte: Burke (50./SKN)

Admira - Altach 1:1 (1:1)

  • Tore: Pavelic (32.) bzw. Gebauer (6.)

Austria Wien - WSG Tirol 1:0 (1:0)

  • Tor: Grünwald (3.)
  • Rote Karte: Yeboah (90./Tätlichkeit, WSG)

Mittwoch, Meistergruppe:

  • 18.30 Uhr: WAC - Red Bull Salzburg
  • 18.30 Uhr: Hartberg - Rapid Wien
  • 20.30 Uhr: LASK - Sturm Graz

Die Austria versuchte in erster Linie, den Gegner laufen zu lassen. Zwingende Chancen blieben bis auf eine aus: Nach einem schnell abgespielten Freistoß kam Dominik Fitz aus elf Metern zum Abschluss, Wattens klärte aber im Verbund (29.). Ende der ersten Spielhälfte wackelte die Austria. Aufregung herrschte bei WSG-Coach Thomas Silberberger und Co., nachdem Schiedsrichter Alan Kijas einen vermeintlichen Vorteil der Gäste zurückgepfiffen hatte. Maierhofer stand in der Szene jedoch im Abseits (40.).

Austria-Trainer Christian Ilzer versuchte es mit mehr Kampfkraft und brachte Thomas Ebner für Patrick Wimmer. Wattens brachte mit Florian Rieder mehr Offensive ins Spiel, mit Dedic kam später noch eine dritte Spitze. Linie ins Spiel brachte keine Mannschaft, weil Fehlpässe und Unkonzentriertheiten hüben wie drüben zu sehen waren.

Maierhofer: "Austria war einen Tick schlauer als wir"

Die Austria hatte in der 77. Minute durch Michael Madl, Benedikt Pichler und Christoph Monschein gleich dreimal die Möglichkeit auf eine Vorentscheidung. Yeboah hätte dies bestrafen können. Nachdem er die Abseitsfalle überlistet hatte, rutschte der Angreifer aber auf dem Weg Richtung Gehäuse aus und fabrizierte nur einen Roller (80.). In einer mitunter hektischen Partie spielte die Austria den knappen Vorsprung über die Zeit. Yeboah trat in den Schlusssekunden noch gegen den am Boden liegenden Pichler und holte sich damit Rot ab.

"Die Austria hat die drei Punkte heute verdient, sie waren einen Tick schlauer als wir", gestand WSG-Stürmer Maierhofer. Mit der Leistung seiner Elf war der baumlange Angreifer trotz der Niederlage zufrieden: "Wir haben eine gute Partie gespielt, haben aber die drei, vier Chancen, die sich ergeben haben, nicht nutzen können." (TT.com, APA)

Ticker-Nachlese: FK Austria Wien – WSG Swarovski Tirol:


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