Teheran verurteilt neue US-Sanktionen gegen Syrien

Der Iran testete neue Raketen.
© Iranian Army office / AFP

Teheran – Der Iran hat die neuen US-Sanktionen gegen Syrien und Präsident Bashar al-Assad scharf verurteilt. "Diese Sanktionen sind gegen internationale Vorschriften und zugleich unmenschlich, weil sie auch die Menschen in Syrien treffen", sagte Außenamtssprecher Abbas Mousavi am Donnerstag.

Teheran werde die Sanktionen ignorieren und seine wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Syrien weiterführen, sagte der Sprecher nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA. Zusammen mit Russland unterstützt der Iran im syrischen Bürgerkrieg Machthaber Assad.

Sanktionen gegen 39 Menschen verhängt

Die US-Regierung hatte zuvor eine Liste mit 39 Namen veröffentlicht, gegen die neue Sanktionen verhängt wurden. Damit will Washington den Druck auf Assad erhöhen. Auf der Liste stehen neben dem syrischen Präsidenten auch dessen Frau Asma und dessen Bruder Mahir, wie US-Außenminister Mike Pompeo am Mittwoch mitteilte. Die USA werfen Syriens Regierung schwere Menschenrechtsverletzungen vor.

Unterdessen testete der Iran am Donnerstag im Golf von Oman mehrere Marschflugkörper. Der Test habe eine "neue Generation" von Kurz- und Langstreckenraketen umfasst, teilte die Marine mit. Das Militär veröffentlichte auf seiner Website Bilder der Übung. Darauf war zu sehen, wie Raketen von einem Kriegsschiff und einem Lastwagen aus abgefeuert wurden und ein Schiff auf dem offenen Meer explodierte.

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Die vom Verteidigungsministerium und der Marine entworfenen Geschosse hätten Ziele in 280 Kilometern Entfernung zerstört, hieß es in der Mitteilung weiter. Ihre Reichweite könne noch erhöht werden.

Im Mai waren bei einer ähnlichen Militärübung im Golf von Oman 19 iranische Soldaten getötet und 15 weitere verletzt worden. Nach Angaben des Militärs war ein Kriegsschiff versehentlich von den eigenen Truppen beschossen worden. (APA, dpa, AFP)


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