WSG verliert gegen die Wiener Austria und hat wieder die Rote Laterne am Tivoli

Die WSG Tirol muss sich den "Veilchen" mit 1:2 geschlagen geben und liegt nach dem Sieg von Mattersburg über St. Pölten und dem Remis der Admira in Altach wieder am Tabellenende.

Fabian Koch (l.) und die WSG sind wieder am Tabellenende angelangt.
© GEPA pictures/ Amir Beganovic

Innsburck - Rückschlag für die WSG Tirol im Kampf um den Klassenerhalt. Die "Kristallkicker" mussten sich am Samstag in der 28. Runde im Innsbrucker Tivoli mit 1:2 geschlagen geben. Da die Konkurrenz im Tabellenkeller punktete (Mattersurg schlug St. Pölten 2:0, die Admira holten ein 1:1 in Altach), liegt das Teamch von Coach Thomas Silberger wieder auf dem letzten Platz. Die Austria hat mit dem dritten Sieg in Folge ihre Spitzenposition in der Qualifikationsgruppe ausgebaut.

Bright Edomwonyi brachte die Austria mit seinem ersten Saisontor schon in der achten Minute voran. Zlatko Dedic gelang in der 32. Minute zwar der Ausgleich, nach einer Gelb-Roten Karte für WSG-Verteidiger David Gugganig (40.) lief die Partie aber zugunsten der Gäste. Benedikt Pichler (57.) gelang der Siegestreffer für die überlegene Elf von Trainer Christian Ilzer.

Schiri ahndete Handspiel vor Wiener Führungstor nicht

Die Partie startete wie beim 1:0 in Wien ganz nach Geschmack der Austria. Der in dieser Saison noch glücklose Edomwonyi - er ersetzte den angeschlagenen Christoph Monschein - ließ mit einer Drehung Gegenspieler Sandro Neurauter stehen und schloss eiskalt ab. Passgeber Pichler hatte Felix Adjei zuvor an der Seitenlinie den Ball abgeluchst, wobei ihm das Spielgerät auch vom Referee ungesehen an den Ellenbogen sprang.

Es war der Beginn einer starken Austria-Phase, der die Tiroler wenig entgegenzusetzen hatten. So verpasste Pichler einen Querpass um eine Beinlänge, ein Zuspiel von Dominik Fitz auf Manprit Sarkaria fiel zu ungenau aus. Ilzer trieb sein Team von der Seitenlinie immer wieder nach vorne. Sein nach einer Bein-Operation diesbezüglich gehandicapter Kollege Thomas Silberberger sah, wie seine Elf nur schwer in die Gänge fand. Im Angriff fehlte der gesperrte Kelvin Yeboah.

Dedic trifft, Gugganig fliegt

Eine Einzelaktion nutzte Wattens aber zum Ausgleich. Fabian Koch zog aus der Distanz per Gewaltschuss ab und traf die Latte. Die folgende Unordnung in der Austria-Abwehr nutzte Dedic per Kopf zu seinem zehnten Saisontor. Es war ausgleichende Gerechtigkeit, dass der Freistoß vor der Aktion wohl nicht zu geben gewesen wäre. Die WSG war wieder im Spiel, schwächte sich aber vor der Pause selbst. Der kurz davor mit Gelb verwarnte Gugganig musste nach einem Einstieg gegen Fitz berechtigterweise vom Feld.

Die Austria drückte nach Seitenwechsel in Überzahl sogleich aufs Tempo. Ein Freistoß von Alexander Grünwald klatschte von der Innenstange aufs Spielfeld zurück (52.). Fünf Minuten später war die neuerliche Führung der Wiener perfekt. Wattens brachte den Ball nur unkontrolliert nach vorne, Grünwald bediente per Lochpass Pichler, der überlegt abschloss.

Von den Gastgebern war offensiv kaum noch etwas zu sehen. Unerwartet kam Thanos Petsos zum Abschluss, Florian Klein blockte aber den Schuss (63.). Die Tiroler vermochten es danach nicht mehr, sich eine zwingende Chance zu erarbeiten. Die Austria ließ die Möglichkeit auf einen höheren Erfolg aus. Pech hatte der eingewechselte Patrick Wimmer, dessen Abschluss in der Nachspielzeit von Stange zu Stange und dann zurück ins Feld sprang. (APA/TT.com)

⚽ tipico Bundesliga, 28. Spieltag

Samstag, Qualifikationsgruppe:

WSG Tirol - Austria Wien 1:2 (1:1)

  • Tore: Dedic (32.) bzw. Edomwonyi (8.), Pichler (57.)
  • Gelb-Rot: Gugganig (40./wiederholtes Foulspiel)

SCR Altach - FC Admira 1:1 (0:0)

  • Tore: Schreiner (67.) bzw. Kerschbaum (58.)

SV Mattersburg - SKN St. Pölten 2:0 (1:0)

  • Tore: Gruber (44.), Pusic (87./Elfmeter)

Sonntag, Meistergruppe:

  • Salzburg - WAC (17 Uhr)
  • Rapid - Hartberg (17 Uhr)
  • Sturm - LASK (19.30 Uhr)

Altach kann gegen Admira nicht gewinnen

Altach und Admira haben sich in der Qualifikationsgruppe erneut 1:1getrennt. Die Altacher blieben damit auch im siebenten Duell in Folge sieglos und liegen vier Runden vor Schluss drei Zähler hinter Leader Austria Wien zurück. Die Südstädter schlossen nach Punkten zu den Tirolern auf und sind aufgrund der besseren Tordifferenz Vorletzter.

Roman Kerschbaum brachte die Admira im Geisterspiel und vor den Augen von Flyeralarm-Sportchef Felix Magath in Front (58.). Emanuel Schreiner (67.) gelang mit seinem fünften Saisontor der Ausgleich für die spielbestimmenden Gastgeber (67.), die ihre optische Überlegenheit aber nicht auszuspielen konnten.

Der SV Mattersburg hat seine Heimmisere beendet und einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf gelandet. Die Burgenländer gewannen am Samstag gegen den SKN St. Pölten durch Tore von Andreas Gruber (44.) und Martin Pusic (87./Elfmeter) mit 2:0 und holten damit erstmals seit elf Monaten drei Punkte in der eigenen Arena.

⚽ Tabelle tipico Bundesliga:

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