Ex-Wirecard-Managern aus Österreich drohen U-Haftbefehle

Wirecard hat den bereits suspendierten Vorstand Jan Marsalek gefeuert. In den Ermittlungen könnten er und Ex-Vorstandschef Braun auch Untersuchungshaftbefehle drohen.

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Symbolfoto.
© Sven Hoppe

Aschheim – Der in einen Bilanzskandal verwickelte Konzern Wirecard hat den bereits suspendierten Vorstand Jan Marsalek gefeuert. Der Aufsichtsrat habe den österreichischen Manager "mit sofortiger Wirkung abberufen und seinen Anstellungsvertrag außerordentlich gekündigt", teilte Wirecard am Montag mit. Ihm und Ex-Chef Markus Braun könnte jetzt U-Haft drohen.

Marsalek war bereits seit vergangener Woche suspendiert, er war bis dahin für das operative Tagesgeschäft einschließlich Südostasien zuständig, wo die Affäre ihren Anfang nahm. Der ebenso aus Österreich stammende frühere Wirecard-Chef Braun war erst am vergangenen Freitag zurückgetreten.

In den Wirecard-Ermittlungen könnten Ex-Vorstandschef Braun und Masalek auch Untersuchungshaftbefehle drohen. Der Haftgrund könnte eine mögliche Fluchtgefahr sein – wegen der österreichischen Staatsangehörigkeit beider Beschuldigter. (APA/dpa)


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