200 Stellen bei Swarovski abgebaut: Land sichert Betroffenen Unterstützung zu

Zu einer möglichen Unvereinbarkeit zwischen dem Beziehen von Kurzarbeitsgeldern und dem gleichzeitigen Stellenabbau verwies LH Platter auf das anstehende Gespräch mit der Swarovski-Geschäftsführung.

Auf die Verkaufsrückgänge in der Krise reagiert Swarovski mit dem Streichen von 200 Stellen in Wattens. Gobal sind es 600.
© TT/Thomas Böhm

Wattens – Der am Montag verkündete Stellenabbau von rund 200 Mitarbeitern am Swarovski-Stammsitz in Wattens in Tirol hat am Dienstag auch die Tiroler Landesregierung auf den Plan gerufen. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) sagte den betroffenen Arbeitnehmern bei einer Pressekonferenz Unterstützung zu. Zudem verwies er auf noch anstehende Gespräche zwischen Geschäftsführung und Land.

Platter bezeichnete den Stellenabbau als "bedauerlich". Das Land habe aber auch aufgrund der Coronakrise, die zu "deutlich mehr" Arbeitslosen geführt hatte, bereits Vorbereitungen getroffen.

Weitere Stiftung soll im Juni beschlossen werden

Die für Arbeitsagenden zuständige Landesrätin Beate Palfrader (ÖVP) kündigte an, im Juli eine weitere Stiftung beschließen zu wollen. Im bereits präsentierten Konjunkturpaket habe man außerdem die "finanzielle Vorsorge" für eine weitere Erhöhung der Plätze in den Insolvenz- und Unternehmensstiftungen getroffen. In der bereits bestehenden Swarovski-Unternehmensstiftung seien zudem noch 60 Plätze frei. Palfrader sprach auch bereits laufende Programme an, wie etwa das gemeindenahe Beschäftigungsprogramm. Auch hier gäbe es noch offene Plätze.

Zu einer möglichen Unvereinbarkeit zwischen dem Beziehen von Kurzarbeitsgeldern und dem gleichzeitigen Stellenabbau verwies Platter auf das anstehende Gespräch mit der Swarovski-Geschäftsführung. Dieses soll noch diese Woche stattfinden. Swarovksi hatte angekündigt, die Kurzarbeit bis September zu verlängern und im Herbst "weitere konkrete Zahlen" zu nennen. Am Standort in Wattens sind 200 Mitarbeiter von 4.800 betroffen, weltweit werden 600 Jobs gestrichen. (APA)

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