Wolf im Kühtai gesichtet? Land hält Schilderung für glaubhaft

In der Nähe der Zirmbachalm im Kühtai soll ein Wolf beobachtet worden sein, der ein Reh gerissen hatte und dieses davontrug. Es gibt jedoch derzeit kein Bildmaterial oder einen Kadaver zur Probenentnahme.

(Symbolfoto)
© Getty Images/iStockphoto

Kühtai, Innsbruck – Aus dem Kühtai wurde der Behörde heute, Dienstag, eine Schilderung von einer Wolfssichtung aus dem Nahbereich der Zirmbachalm übermittelt. Dort wurde ein wolfsähnliches Tier beobachtet, das ein Rehkitz gerissen und dieses fortgetragen hatte, hieß es in einer Aussendung. Von Nutztierrissen aus diesem Gebiet, in dem mehrere hundert Schafe weiden, ist derzeit nichts bekannt.

„Die Schilderung des Vorfalls ist durchaus glaubhaft. Es ist keinesfalls auszuschließen, dass es sich bei dem beobachteten Tier tatsächlich um einen Wolf handelt“, wird Martin Janovsky, Beauftragter des Landes Tirol für große Beutegreifer, zitiert. Da der Behörde derzeit aber weder Bildmaterial des besagten Tieres noch ein Kadaver eines Wild- oder eines Nutztieres zur Begutachtung und Probenentnahme vorliege, müsse man die Situation weiter genau beobachten. Die Tierhalter in diesem Gebiet werden vorerst aufgerufen, verstärkt nach ihren Tieren zu sehen.

In Serfaus gerissenes Schaf wurde von Wolf angefallen

Bei einem am 18. Mai in Serfaus gerissenen Schaf wurde im Zuge der DNA-Analyse einmal mehr ein Wolf aus der italienischen Population als Verursacher bestätigt. Noch ohne eindeutiges Ergebnis sind die Untersuchungen der Anfang Juni im Gemeindegebiet von Kirchdorf (Bezirk Kitzbühel) tot aufgefundenen Ziegen. Hier sind weiterführende Analysen erforderlich.

Die Bevölkerung wird gebeten, Sichtungen, Filmaufnahmen, Fotos oder Risse der zuständigen Bezirkshauptmannschaft zu melden. (TT.com)


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