Psychotherapie auf Kassenkosten soll ausgebaut werden

Die ÖGK will 20.000 zusätzliche Plätze für Psychotherapie anbieten. Für den Berufsverband ÖBVP wichtiger Schritt, jedoch sieht der Verband wegen der Corona-Krise einen massiven Mehrbedarf.

Wien – Psychotherapie auf Kassenkosten soll deutlich ausgebaut werden: Der Verwaltungsrat der österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) will 20.000 zusätzliche Plätze für Psychotherapie anbieten. Das berichtete das Ö1 "Journal um acht" am Mittwoch. Das sei ein wichtiger Schritt in Richtung einer besseren psychotherapeutischen Versorgung in Österreich, reagierte der Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP).

Ab dem nächsten Jahr im Herbst soll der Plan fertig sein. Das sei laut Ö1 "jedenfalls das Ziel von Andreas Huss, Vertreter der Arbeitnehmer, der ab Juli den Vorsitz im Verwaltungsrat der ÖGK übernehmen wird". Der Bundesverband ÖBVP fordert Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) sowie die Sozialversicherung in einer Aussendung auf, "jetzt nicht locker zu lassen, da durch die Coronakrise der Bedarf an Psychotherapie massiv steigen wird". Man fordere mehr leistbare Plätze. Die Erhöhung sei ein erster Erfolg. "Bis zu einer angemessen psychotherapeutischen Versorgung für die Österreicherinnen und Österreicher ist allerdings noch einiges zu tun", meinte ÖBVP-Präsident Peter Stippl. (APA)


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