Milchproduktion in Österreich 2019 leicht zurückgegangen

Der Bestand an Milchkühen ging 2019 um 2,1 Prozent auf 527.000 zurück. Dafür ist die Milchleistung pro Kuh gestiegen.

Symbolfoto
© Karl-Josef Hildenbrand

Wien – Österreichs Kühe produzierten im Vorjahr zwar pro Kopf mehr Milch, in Summe gab es aber dennoch einen Rückgang der Milchproduktion. Ein Drittel der heimischen Milch wird in Oberösterreich gemolken, dahinter folgen Niederösterreich und die Steiermark. Nur 6,5 Prozent der produzierten Milch werden an Kälber und andere Tiere verfüttert, zeigen Zahlen der Statistik Austria.

Der Bestand an Milchkühen ging 2019 um 2,1 Prozent auf 527.000 zurück, die Rohmilchproduktion sank um 1 Prozent auf 3.781.000 Tonnen. Im Schnitt produzierte jede Kuh 7,2 Tonnen Milch, das entspricht einem Anstieg um 1,1 Prozent. Knapp 90 Prozent der Rohmilch ging an die Molkereien, weitere 3,2 Prozent wurden ab Hof für den menschlichen Verzehr verkauft. Die Verwertung ab Hof ist damit leicht zurückgegangen. Etwa ein Prozent wird als Schwund verbucht.

© APA-Grafik

Mehr Ziegen- und weniger Schafmilch

Im Vergleich zur Kuhmilch spielen Ziegen- und Schafmilch nur eine untergeordnete Rolle. Bei Ziegenmilch gab es einen Anstieg der Rohmilchproduktion um 1,6 Prozent auf 26.500 Tonnen. Die Anzahl der Milchziegen stieg um ein Prozent auf 39.000. Die Milchleistung lag bei 680 kg pro Jahr und damit unter einem Zehntel jener von Kühen. Knapp 90 Prozent der Ziegenmilch werden von Menschen konsumiert.

Die Schafmilcherzeugung sank im Vorjahr um vier Prozent auf 12.200 Tonnen. Der Bestand an Milchschafen ging um 0,6 Prozent auf 28.200 zurück. Im Gegensatz zu Kühen und Ziegen fiel die Milchleistung pro Tier, auf durchschnittlich 432 kg (-3,4 Prozent). Rund 80 Prozent der Schafmilch dienten der menschlichen Ernährung. (APA)


Kommentieren


Schlagworte