Auch 2020 Rückgang bei Fremdwährungskrediten

Im Vergleich zum Vorjahresquartal betrug das Minus 2 Milliarden Euro oder 13,7 Prozent. Der Anteil am Gesamtkreditvolumen liegt nun bei 8,1 Prozent

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Wien – Der Rückgang bei den Fremdwährungskrediten hat sich auch im heurigen Jahr weiter fortgesetzt. Im Vergleich mit dem Vorquartal haben private Haushalte im ersten Quartal 2020 Kredite im Volumen von 590 Mio. Euro (minus 4,4 Prozent) abgebaut, teilte die Finanzmarktaufsicht (FMA) am Donnerstag mit.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal betrug das Minus 2 Mrd. Euro oder 13,7 Prozent. Seit dem im Herbst 2008 verhängten Verbot der Aufnahme neuer Kredite in Schweizer Franken, japanischen Yen und anderen Fremdwährungen ist das Volumen mittlerweile um mehr als rund drei Viertel (75,7 Prozent oder 35,5 Mrd. Euro) reduziert worden.

Überwiegend Franken-Kredite

Das noch aushaftende Volumen beträgt 13 Milliarden Euro. Der Anteil der Fremdwährungskredite am Gesamtkreditvolumen der privaten Haushalte liegt noch bei 8,1 Prozent. Mit 96,2 Prozent ist der überwiegende Teil der Fremdwährungskredite in Schweizer Franken dotiert, der Rest entfällt nahezu komplett auf den japanischen Yen, so die FMA.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der aktuellen COVID-19-Krise würden erneut vor Augen führen, wie wichtig eine nachhaltige Kreditvergabe für Banken ebenso wie für ihre Kunden sei. "Wir sehen das auch als Bestätigung für unseren bereits 2008 eingeschlagenen und seither konsequent verfolgten Weg, die hochspekulativen Fremdwährungskredite als Produkt für Endverbraucher aus dem Markt zu nehmen," so die beiden Vorstände der FMA, Helmut Ettl und Eduard Müller, laut Aussendung. (APA)


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