Kampf um „El Chapos" Erbe: 16 Tote bei Gefechten zwischen Drogenbanden

„El Chapo" wurde im Juli 2019 zu lebenslanger Haft verurteilt.
© AFP/Estrella

Mexiko-Stadt – Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Drogenbanden in Mexiko um das Erbe des in den USA inhaftierten Ex-Kartellchefs Joaquín „El Chapo" Guzman sind 16 Menschen erschossen worden. Nach einem Schusswechsel auf einer Straße nahe Tepuche im Bundesstaat Sinaloa seien sieben Leichen in einem Lieferwagen gefunden worden, teilte der regionale Sicherheitsminister Cristobal Castaneda am Donnerstag mit.

Einige Stunden später seien in dem Ort neun weitere Leichen entdeckt worden. Die Schießereien dauerten nach Angaben des Ministers insgesamt sechs Stunden. Bei allen Toten handelt es sich demnach um Mitglieder der Drogengangs. Die Toten seien schwer bewaffnet gewesen und hätten kugelsichere Westen getragen. Laut Castaneda gab es seit Ende Mai bereits acht andere Kämpfe zwischen Drogenbanden in der Region.

In diesen Gefechten geht es mexikanischen Medien zufolge um die Kontrolle über das früher von Guzman angeführte Sinaloa-Kartell. Dabei stehen sich eine von den Söhnen Guzmans angeführte Gruppe und eine Bande unter Ismael „El Mayo" Zambada gegenüber, der lange als die Nummer zwei des Kartells galt.

„El Chapo" hatten die mexikanischen Behörden 2017 an die Vereinigten Staaten ausgeliefert. Dort wurde er im Juli 2019 zu lebenslanger Haft verurteilt. (APA/AFP)

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