Drei gerissene Schafe in Kössen, NEOS fordern Volksbefragung zu "Wolf in Tirol"

In Kössen sind am Freitag drei tote Schafe gefunden worden. Die Behörden gehen davon aus, dass ein Wolf dafür verantwortlich ist. Die NEOS fordern nun eine Infokampagne und Volksbefragung zum „Wolf in Tirol".

Symbolbild.
© Ralph Frank

Kössen – Nach mehreren Meldungen über Wolfsichtungen und gerissene Schafe in Tirol fordern die NEOS eine landesweite Volksbefragung zum künftigen Umgang mit dem Raubtier. "Akzeptieren Sie den Wolf als heimische Tierart in Tirol?" wollen die Pinken dabei laut einer Aussendung von der Tiroler Bevölkerung wissen.

Zuvor solle es aber Info-Veranstaltungen in allen Bezirken geben, die die lokale Bevölkerung über die Situation, mögliche Ursachen und geplante Maßnahmen informieren, erklärte Landtagsabgeordneter Andreas Leitgeb. Dieses Begehren wolle man kommende Woche im Landtag einbringen. Die Info-Veranstaltungen sollen bis zum Almabtrieb im Herbst umgesetzt sein und dann in einer landesweiten Volksbefragung münden. "Wir müssen Konflikten bereits frühzeitig entgegenwirken und pragmatische Lösungen finden", so Leitgeb.

Wolf soll drei Schafe in Kössen gerissen haben

Im Gemeindegebiet von Kössen wurden am Freitag drei frisch gerissene Schafe aufgefunden. In unmittelbarer Nähe zu den Rissen wurde zudem ein wolfsähnliches Tier gesichtet. Dieses sei sofort geflüchtet, so das Land Tirol in einer Aussendung am Freitag.

„Die Schafe weisen eindeutige Kehlbisse und Blutergüsse im Bissbereich auf. Aufgrund des Rissbildes ergibt sich ein konkreter Wolfsverdacht“, erklärt Martin Janovsky, Beauftragter des Landes Tirol für große Beutegreifer. Darüber hinaus seien von der örtlich zuständigen Amtstierärztin zur weiteren Abklärung Tupferproben für eine DNA-Analyse genommen worden. Diese würden an das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie nach Wien geschickt.

Vor einer Woche wurden im Grenzgebiet zu Bayern im Gemeindegebiet von Walchsee (Bezirk Kufstein) ebenso drei tote Schafe aufgefunden. Auch hier besteht ein konkreter Wolfsverdacht, die Ergebnisse der DNA-Analyse liegen jedoch noch nicht vor. Aus dem Grenzgebiet zu Bayern gab es schon zuvor Meldungen über Sichtungen eines Wolfes. (TT.com)


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