Kombi-Hoffnung Lamparter nimmt Anlauf für den nächsten WM-Winter

ÖSV-Kombinierer Johannes Lamparter (18) hat in seiner jungen Karriere noch viel vor. Kraft dafür tankt er auch auf der Rumer Alm.

Telemark am Weg zur Rumer Alm: Johannes Lamparter will sich im Weltcup etablieren.
© jumpandreach

Von Benjamin Kiechl

Rum – „Das ist ein Traum-Panorama“, sagt Johannes Lamparter mit Blick auf Innsbruck. Auf dem Sennermahdsteig zur Rumer Alm fühlt sich der ÖSV-Kombinierer sichtlich wohl. Er scheint jeden Tritt auf dem teils schma­len und steilen Steig zu kennen. Es geht eine knappe Stunde vorbei an der Hinteren Gufl hinauf zur Rumer Alm auf 1243 Metern. „Im Jahr bin ich sicher 20-mal hier, meist laufe ich den Forstweg hinauf. Mein Rekord liegt bei 17 Minuten“, erzählt der 18-Jährige lächelnd.

Bevor er zur Hütte geht, atmet er die frische Berg­luft ein, genießt die Ruhe. „Hier im Wald vergesse ich die Zeit. Schon als Kind war ich mit meinem Papa oft hier.“ Wenn „Jo“ nicht seinen Traum als Kombinierer leben würde, dann wäre er wohl Waldaufseher geworden wie sein Vater, der auch Johannes heißt. „Wenn es die Zeit erlaubt, helfe ich bei der Holzarbeit“, sagt der Schüler des Schigymnasiums Stams. Mit dem neuen rot-weißen Steyr-Traktor durch den Wald fahren gehört ebenso dazu wie der Umgang mit der Motorsäge.

Johannes Lamparter genießt die Ruhe in der Natur.
© JumpandReach

Nächste Woche heißt es jedoch in Stams die Schulbank drücken. „Englisch und Spanisch mag ich nicht“, sagt Lamparter. Sportlich zeigt der Tiroler, der seine ersten Sprünge beim Nordic Team Absam unter Coach Andreas Felder machte, mit Medaillen auf. 2019 holte er Gold und Silber bei der Junioren-WM in Oberwiesenthal (GER).

Wenn Lamparter auf der Rumer Alm seinen Johannesbeersaft gespritzt trinkt, scheint der nächste Winter noch fern zu sein, aber der Schein trügt. „Wir hatten schon drei Trainingslager“, erzählt Lamparter, der eng mit Sprungtrainer Christoph Bieler zusammenarbeitet. Mit Patrick Murnig (Jump and Reach) telefoniert er öfters in der Woche, denn „er hat extrem viel Erfahrung im Coaching-Bereich“. Seine Karriere als Gewichtheber beim KSV Rum musste Lamparter beenden, die Kombination hat Priorität. Bei der WM 2021 in Oberstdorf dabei zu sein, wäre ein Traum. Energie tanken auf der Alm ist ein erster kleiner Schritt dorthin ...

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Rehrl gab seiner Sarah das Ja-Wort

ÖSV-Kombinierer Franz-Josef Rehrl hat sich getraut und ist in den Hafen der Ehe gesprungen. Der 27-jährige Steirer, der bei der WM 2019 in Seefeld mit dreimal Bronze aufzeigte, gab am Freitag seiner Freundin Sarah das Ja-Wort. „Es war ein rundum schöner und perfekter Tag“, sagte der Jung-Papa.


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