Tirol richtet 8-Mio.-Unterstützungsfonds für Selbstständige und KMU ein

Das Land Tirol hat gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Tirol einen Unterstützungsfonds für Selbstständige bzw. Klein- und Mittelbetriebe ins Leben gerufen.

Symbolfoto.
© Thomas Böhm / TT

Innsbruck – Selbstständigen Tirolern sowie Klein- und Mittelunternehmen, die bei Corona-Härtefallfonds oder Fixkostenzuschuss durch die Finger schauen, soll mit einem neuen und unbürokratischem Unterstützungsfonds geholfen werden. Das kündigte das Land Tirol am Montag in einer Aussendung an.

Die betroffenen Unternehmen sollen mit einem Pauschalbetrag von 4000 Euro unterstützt werden. Land Tirol und Wirtschaftskammer stellen insgesamt acht Millionen Euro zur Verfügung, die zu gleichen Teilen getragen werden.

"Es sollen davon genau jene Unternehmerinnen und Unternehmer profitieren, die bei anderen Unterstützungsleistungen bisher ausgenommen waren“, wird Landeshauptmann Günther Platter zitiert. Laut Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf sollen etwa 2000 Unternehmer in Tirol von dem Unterstützungspaket profitieren.

"Die Konjunkturbelebung zur Stärkung des Standortes Tirol und der heimischen Wirtschaft hat höchste Priorität“, wird Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser zitiert. Die vergangenen Monate seien herausfordernd gewesen – nach wie vor seien 70 Mitarbeiter für die Abarbeitung des Härtefallfonds zuständig. Jetzt gelte es, weitere Finanzmittel für Tiroler Unternehmer zur Verfügung zu stellen, die weder im Härtefallfonds noch im Corona-Hilfsfonds des Bundes berücksichtigt wurden. (TT.com)

Information zur Antragsstellung

Anträge können ab 1. August 2020 bei Vorliegen der Umsatzzahlen aus dem zweiten Quartal (1. April 2020 bis 30. Juni 2020) bei der Standortagentur Tirol bis spätestens 31. Dezember 2020 gestellt werden. Sie ist für die Förderabwicklung verantwortlich.

Die Anträge haben eine Bestätigung der SteuerberaterInnen bzw. BilanzbuchhalterInnen zu beinhalten, die den Umsatzrückgang im zweiten Quartal 2020 zwischen 25 und 40 Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres, einen höheren Jahresumsatz als 35.000 Euro in einem der vergangenen drei Steuerjahre (Umsatzsteuergrenze) sowie den Ausschluss der Anspruchsberechtigung im Härtefallfonds sowie im Corona-Hilfsfonds des Bundes bescheinigt.


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