Nach dem Gartenmarathon: Tiroler lief 60 Kilometer für den guten Zweck

Im März hat Simon Lerch schon für Furore gesorgt, als er in seinem Garten einen Marathon gelaufen ist. Jetzt setzt der Innsbrucker eins drauf: Am Dienstag wollte er 100 Kilometer weit laufen, am Ende waren es 60.

Simon Lerch wollte am Dienstag zum ersten Mal die 100 Kilometer schaffen und damit Gutes tun.
© Simon Lerch

Innsbruck – Von Innsbruck ins Oberland und zurück bis nach Inzing: Der Innsbrucker Simon Lerch hat sich einiges vorgenommen. 100 Kilometer wollte er am Dienstag laufen – und dabei auch noch Gutes tun. Los ging es um 6 Uhr früh. Blasen an den Füßen und schmerzende Knie stoppten den 24-Jährigen früher als geplant.

📽 Livestream | #100kmLaufChallenge

Es ist nicht das erste Mal, dass der 24-Jährige heuer für Aufsehen sorgte. Mitten im Corona-Lockdown ist er einen Marathon gelaufen. In seinem Garten. 2412 Runden, live auf YouTube zu sehen. Damals sammelte der Tiroler 1200 Euro für das Rote Kreuz. "Nachdem im März die Unterstützung so toll war, wollen mein Zwillingsbruder und ich gleich nochmal eine Aktion starten", sagte Simon Lerch am Montag.

Als er nach seinem Gartenmarathon dann 60 Kilometer weit gelaufen war, war sein Ehrgeiz geweckt. "Einmal will ich die 100 Kilometer schaffen. Anders als bei den 60 Kilometern, als ich nichts dabei hatte, begleitet mich diesmal mein Zwillingsbruder Andi mit dem Moped und hat Verpflegung dabei."

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Spenden für die SOS Kinderdörfer

Auch dieses Mal sammelte Simon Lerch wieder Spenden. Das Geld kommt den SOS Kinderdörfern zu Gute. "Am Ende werde ich selbst das Geld auf den nächsten vollen Hunderter drauflegen." Beim ersten Mal hat es ja schon ganz gut funktioniert – und der 24-Jährige ist in Erinnerung geblieben. "Manchmal werd ich noch darauf angesprochen: 'Bist du nicht der vom Gartenmarathon?'. Das ist schon cool." Deshalb soll es auch nicht der letzte Lauf sein. "Andi und ich wollen, wenn möglich, in Zukunft so zwei Mal im Jahr so etwas machen."

Bereits im Vorfeld seines Versuches konnte sich Lerch noch nicht festlegen, ob er die 100 Kilometer schafft, immerhin sei er noch nie zuvor so weit gelaufen. "Aber ich werde alles versuchen. Wenn die Füße nicht krampfen, dann sollt es schon klappen."

Letztlich wurden es am Dienstag dann 60 Kilometer. "Es tut mir unendlich leid, aber es wären jetzt noch 40 Kilometer, und ich hab mich da überschätzt", sagte Simon Lerch am späten Vormittag im Livestream. Krämpfe, Blasen an den Füßen und Schmerzen in den Knien. "Keine Chance mehr. Ich hoffe, ihr seid nicht zu sehr enttäuscht. Danke an alle, die gespendet haben." (TT.com/smo)


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