WSG kassiert 1:4-Pleite in Mattersburg, aber Chance auf Klassenerhalt lebt

Die Tiroler waren am vorletzten Spieltag bei den Burgenländern chancenlos. Da die Admira gegen St. Pölten verlor, kann die WSG am Samstag mit einem Sieg noch den Klassenerhalt fixieren.

Abstiegskampf pur: Florian Hart (Mattersburg) gegen Thanos Petsos (Wattens).
© GEPA pictures/ Michael Meindl

Mattersburg - Der WSG Tirol droht nach einem 1:4 (0:2) in Mattersburg nach nur einem Jahr in der Bundesliga wieder der Abstieg. Die Tiroler müssen in der letzten Runde im direkten Duell gegen die zwei Punkte voranliegende Admira (0:3 gegen St. Pölten) am Samstag im Tivoli (17 Uhr, TT.com-Live-Ticker) gewinnen. Die Burgenländer sind nach dem erst dritten Saisonheimsieg vorzeitig gerettet.

Dank Toren von Patrick Bürger (4.) mit einem Elfmeter, Florian Hart (27.), Jano (49.) und Alois Höller (63.) wird Mattersburg auch im sechsten Jahr in Folge im Oberhaus dabei sein. Die WSG präsentierte sich nicht nur aufgrund eines brutalen Einsteigens von Ione Cabrera (31./Rot) gegen den Ötztaler Andreas Kuen (Schlüsselbeinbruch) wie ein Absteiger. Zlatko Dedic gelang per Elfmeter der Endstand (67.).

Kalte Dusche schon in der dritten Minute

In einer hart geführten Partie müssten die Gäste einen frühen Nackenschlag einstecken. Thorsten Mahrer spazierte in den Strafraum, entschied sich in Abschlussposition noch für das Abspiel auf Höller, der trotz Pass in den Rücken von Kevin Nitzlnader ungeschickt zu Fall gebracht wurde (3.). Bürger versenkte den fälligen Strafstoß trocken im linken Eck. Es folgte eine hektische und zerfahrene Partie, in der die Gäste stärker wurden. Allerdings ging quasi immer der letzte Pass daneben.

Mattersburg blieb effizient. Hart gelang nach Mahrer-Vorarbeit aus spitzem Winkel das 2:0 (27.). WSG-Goalie Ferdinand Oswald kam nur noch mit den Fingerspitzen an den Ball. Kurz darauf ließ Bürger nach Stanglpass von Höller die Großchance auf das 3:0 aus.

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Cabrera mit Brutalo-Foul an Kuen

Die harte Gangart, die Schiedsrichter Manuel Schüttengruber zuvor zugelassen hatte, entlud sich in der 31. Minute in einem Brutalo-Foul von Cabrera, der Andreas Kuen mit dem gestreckten Bein im Oberkörperbereich traf und vom Referee glatt Rot präsentiert bekam (31.). Kuen wurde mit Blaulicht im Rettungswagen abtransportiert, sein Schlüsselbeinbruch später traurige Gewissheit.

Cabreras Aussetzer bedeutete den fünften Ausschluss im neunten Qualifikationsgruppen-Spiel der WSG. Es könnten sogar sechs Rote sein: Verteidiger Bruno Soares war mit einem Tackling auf das Standbein des Gegners mit Gelb sehr gut bedient (38.). Nicht nur die Mattersburger schienen danach beeindruckt - spielerisch ging bis zur Pause nichts mehr.

Ergebniskosmetik durch Dedic

Nach dem Seitenwechsel machten die Burgenländer aber früh alles klar: Kapitän Jano traf per Kopf nach Eckball zum 3:0 (49.). Silberberger versuchte mit der Einwechslung von Clemens Walch noch die Wende herbeizuführen. Dieser sorgte mit einigen Distanzschüssen für Gefahr, seine Hinterleuten offenbarte aber immer wieder eklatante Abwehrschwächen. Höller bugsierte eine Mahrer-Vorarbeit mutterseelenallein, aber letztlich mit etwas Glück gegen Oswald über die Linie (62.).

Das Spiel blieb turbulent: Dedic verkürzte nach einem schmeichelhaften Elfmeter nach einem Zusammenstoß vom Punkt (67.). Wenig später verhängte Schüttengruber nach Rücksprache mit seinem Assistenten den dritten Elfmeter der Partie. Martin Pusic verwandelte ihn nicht - der erste Versuch musste wiederholt werden, weil Spieler zu früh in den Sechzehner gelaufen waren. Der erste Schuss hatte gepasst, der zweite ging an die Latte. Härteeinlagen gab es bis zuletzt, Tore fielen keine mehr. Mattersburg fixierte mit dem erst dritten Saison-Heimsieg den Ligaverbleib. (TT.com/APA)

⚽ tipico Bundesliga, 31. Spieltag

Qualifikationsgruppe - Dienstag

SV Mattersburg - WSG Tirol 4:1 (2:0)

  • Tore: Bürger (4./Foulelfmeter), Hart (27.), Jano (49.), Höller (62.) bzw. Dedic (67./Foulelfmeter)

FC Admira - SKN St. Pölten 0:3 (0:0)

  • Tore: Schütz (52.), Ouedraogo (83./94.)

SCR Altach - FK Austria Wien 1:2 (1:0)

  • Tore: Tartarotti (27.) bzw. Sax (57.), Edomwonyi (79.)

Meistergruppe - Mittwoch

  • 20:30 Uhr: Red Bull Salzburg - SK Sturm Graz (Sky)
  • 20.30 Uhr: SK Rapid Wien - LASK (ORF 1, Sky)
  • 20:30 Uhr: TSV Hartberg - WAC (Sky)

St. Pölten nach 3:0 gegen Admira gerettet, Austria fixiert Platz eins

Der SKN St. Pölten spielt nach einem 3:0-Sieg im NÖ-Derby bei der Admira auch in der kommenden Saison in der Bundesliga. Das Match in Maria Enzersdorf entschieden Tore von Daniel Schütz (52.) und "Joker" Issiaka Ouedraogo (83., 94.). Für die Admira war aber viel mehr drin, doch Schlussmann Christoph Riegler verhinderte einen Torerfolg der Hausherren, denen in Innsbruck bereits ein Remis zum Verbleib in der höchsten Spielklasse genügen würde.

Die Austria wird die Qualifikationsgruppe auf dem ersten Platz beenden. Die Wiener siegten bei Verfolger Altach trotz eines 0:1-Pausenrückstands noch mit 2:1. Die Violetten verschafften sich im Play-off-Halbfinale gegen die Vorarlberger am 8. Juli somit das Heimrecht. Für Altach war die erste Niederlage in der Quali-Gruppe die erste zu Hause in diesem Jahr. Johannes Tartarotti (27.) brachte die Vorarlberger zwar in Führung, nach Seitenwechsel schaffte die Austria aber durch Tore von Maximilian Sax (57.) und Bright Edomwonyi (79.) noch die Wende. Vor der abschließenden Runde am Samstag haben die Favoritner nun fünf Zähler Vorsprung auf Altach.

⚽️Tabelle tipico Bundesliga

⚽️⏱ Ticker-Nachlese SV Mattersburg vs. WSG Tirol


Kommentieren


Schlagworte