Platter sieht Swarovski-Standort in Wattens trotz Stellenabbau gesichert

Der Hauptstandort des Kristallkonzerns solle nicht aufgegeben werden, habe die Unternehmensführung LH Platter berichtet. Im Sommer werde außerdem eine neue Unternehmensstiftung mit 200.000 Euro Beteiligung vom Land beschlossen.

Am 22. Juni kündigte Swarovski den Start eines Sparprogramms in Wattens an.
© TT/Böhm

Wattens, Innsbruck – Tirols LH Günther Platter (ÖVP) sieht den Hauptstandort des Kristallkonzerns Swarovski in Wattens trotz des angekündigten beträchtlichen Stellenabbaus gesichert. Dies wurde ihm von der Unternehmensführung berichtet, erklärte er am Mittwoch in der Fragestunde im Landtag. Der Standort solle demnach nicht aufgegeben werden – dies sei auch nicht im Sinne der neuen Geschäftsführung, sagte Platter.

Der Landeshauptmann betonte zudem, dass es nun wichtig sei, Swarovski „in der öffentlichen Debatte nicht zu beschädigen". Der Kristallkonzern habe eine "gewaltige Strahlkraft" – Tirol müsse daher froh sein, dieses „starke Unternehmen" im Bundesland zu haben.

Arbeitslandesrätin Beate Palfader (ÖVP) führte aus, dass in der aktuellen Unternehmensstiftung noch 60 Plätze frei seien. Zudem wolle man im Sommer eine weitere Unternehmensstiftung beschließen, an der sich das Land Tirol mit 200.000 Euro beteiligen werde.

Am 22. Juni hatte Swarovski verkündet, am Standort in Wattens vorerst 200 Stellen und weltweit 600 Mitarbeiter abzubauen. Gleichzeitig wurde die Kurzarbeit für beinahe alle Mitarbeiter bis Ende September verlängert. Die Gewerkschaft rückte daraufhin aus, um zu kritisieren, dass Swarovski Kurzarbeitsgelder kassiere und gleichzeitig aber Mitarbeiter kündige. Zudem wurde ein weiterer massiver Stellenabbau im Herbst befürchtet. (APA)

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