Kurzarbeit: Bisher drei Mrd. Euro an 100.000 Unternehmen gezahlt

Derzeit ist Kurzarbeit noch für über 752.000 Beschäftigte möglich. Ende Mai lag die Zahl noch bei 1,35 Millionen. Von eingelangten Abrechnungen sind 92 Prozent bearbeitet. Insgesamt wird die Kurzarbeit wohl deutlich weniger als 12 Milliarden Euro kosten.

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© Thomas Böhm

Wien – Die Abrechnung der Kurzarbeit schreitet voran. Bisher hat das Arbeitsmarktservice (AMS) rund drei Milliarden Euro an über 100.000 Unternehmen ausgezahlt. Von den eingelangten Abrechnungen seien 92 Prozent bearbeitet, sagte Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) am Mittwoch. Bearbeitet wurden rund 250.000 Abrechnungen.

Derzeit ist Kurzarbeit noch für über 752.000 Beschäftigte möglich. Ende Mai lag die Zahl noch bei 1,35 Millionen. „Derzeit verzeichnen wir rund 23.400 Verlängerungsanträge. Wir sehen, dass vor allem größere Betriebe die Kurzarbeit nicht für alle Mitarbeiter verlängern", sagte Aschbacher.

Nur sechs Milliarden notwendig

Laut Arbeitsministerin sind am Bau nur noch ein Drittel der ursprünglich geplanten Personen in Kurzarbeit, derzeit circa 44.000. Im Handel sei die Zahl der Personen in Kurzarbeit von 300.000 auf rund 120.000 zurückgegangen und auch in der Warenherstellung sei die Anzahl um 100.000 auf rund 260.000 gesunken.

Die türkis-grüne Regierung hat bisher 12 Milliarden Euro für die Kurzarbeit budgetiert. AMS-Vorstand Herbert Buchinger hat kürzlich erklärt, dass wahrscheinlich nur sechs Milliarden Euro benötigt werden, weil Unternehmen die beantragte Kurzarbeit nur zur Hälfte ausschöpfen. Auch Arbeitsministerin Aschbacher bestätigte am Mittwoch diesen Trend. Die Unternehmen hätten mehr arbeiten können als bei der Beantragung der Kurzarbeit erwartet. Dies sei „gut und richtig". (APA)


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