Viruskrise schwächt US-Autoabsatz: Dienstwagen nicht gefragt

Detroit – Die Coronakrise hat den Absatz von Autoherstellern in den USA um rund ein Drittel einbrechen lassen. Doch während Privatkunden inzwischen sogar überraschend schnell wieder neue Autos kaufen wollen, seien Fahrzeuge für Mietwagenfirmen sowie Dienstwagen für Unternehmen und Behörden kaum loszuschlagen.

GM verkaufte mit rund 493.000 Fahrzeugen von April bis Juni in den USA 34 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang habe sich aber zum Ende des zweiten Quartals verlangsamt, teilte GM am Mittwoch mit. Bei Volkswagen ging der US-Absatz um 29 Prozent auf knapp 70.000 Fahrzeuge zurück, bei BMW um 39 Prozent auf etwas unter 51.000.

Wie bei GM belief sich auch bei Toyota der Rückgang im zweiten Quartal auf rund 34 Prozent. Die Japaner schlugen knapp 400.000 Fahrzeuge los. Der US-italienische Rivale Fiat Chrysler musste zwar im zweiten Vierteljahr sogar ein Minus von fast 39 Prozent auf rund 367.000 Fahrzeuge hinnehmen, sieht aber seit April ein wieder wachsendes Interesse der US-Kunden am Autokauf. Dies werde befeuert durch stabile Treibstoff-Preise und günstige Verbraucherkredite, so Fiat Chrysler.

GM erklärte, jetzt gelte es, die Autohäuser möglichst schnell wieder mit Fahrzeugen zu beliefern. Die Produktion war im Frühjahr zwei Monate lang gestoppt worden, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.

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Das mangelnde Interesse an Miet- und Dienstwagen bekam vor allem Hyundai besonders stark im Juni zu spüren. Im letzten Quartalsmonat sank der US-Absatz des südkoreanischen Autobauers um 22 Prozent. Doch während das Kundengeschäft um sechs Prozent wuchs, drückte ein Minus beim Verkauf von Fahrzeugflotten von 93 Prozent die Gesamtzahl nach unten. Für das ganze zweite Quartal ergibt sich mit etwa 142.000 Fahrzeugen ein Minus von knapp 24 Prozent. In einer ähnlichen Größenordnung bewegt sich mit einem Rückgang von 20 Prozent auch das Minus bei Porsche. Rund 12.200 Fahrzeuge des Sportwagen-Herstellers fanden in den USA Käufer. Die US-Absatzzahlen von Daimler lagen zunächst noch nicht vor. (APA, Reuters)


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