Kitzbühel zieht Lehren aus Corona-Desaster: „Machen nicht die gleichen Fehler“

Die THIEMs 7 in Kitzbühel (7. bis 11. Juli) stehen nach der stark kritisierten Adria Tour besonders im Fokus. Veranstalter Wolfgang Thiem sieht wenig Gefahr.

Mit besten Erinnerungen kommt Dominic Thiem (r. mit Papa und Trainer Wolfgang Thiem) als Turniersieger von 2019 nach Kitzbühel.
© gepa

Von Roman Stelzl

Innsbruck – Als Anfang Juni bei der Adria Tour der Vorhang auf der großen Tennis-Bühne fiel, hätte alles so schön werden sollen. Doch am Ende wurde daraus ein Gewitter, das so massiv ist, dass es sich vom Ursprungsort (Belgrad/Serbien) noch bis nach Kitzbühel ergießt.

Superstar und Initiator Novak Djokovic wurde ebenso positiv auf das Coronavirus getestet wie Borna Coric, Viktor Troicki und Grigor Dimitrow – und seither redet die Tennis-Welt fast nur noch über Schuld und Sühne nach dem Vorgefallenen. Zu spüren bekommt das eben auch Kitzbühel, wo sich bei THIEMs 7 (7. bis 11. Juli, live Servus TV) die Elite nach dem „Ultimate Tennis Showdown“ von Nizza wieder im klassischen Turniermodus trifft.

Der von Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem getragene Bewerb lockt Spieler an, von denen die Gamsstadt seit Jahren träumt. Mit Thiem (3. im ATP-Ranking), Matteo Berrettini (ITA/8.), Roberto Bautista Agut (ESP/12.), Andrej Rublew (14.) und Karen Khachanov (beide RUS/15.) sind gleich fünf aktuelle Top-15-Spieler mit dabei.

Papa Thiem nimmt Djokovic in Schutz

Die große Tennis-Welt hält also wieder Einzug in Kitzbühel – und das unter ganz anderen Voraussetzungen als bei der erwähnten, früh abgebrochenen Adria Tour, bei der Spieler Arm in Arm und mit nackten Oberkörpern und 4000 Zuschauer im Stadion sind.

„In Kitzbühel warten ganz andere Voraussetzungen. Das kann man nicht miteinander vergleichen. Wir werden nicht die gleichen Fehler wie bei der Adria Tour machen“, sagt Wolfgang Thiem, Vater und Trainer von Dominic Thiem sowie Mitveranstalter des mit 300.000 Euro dotierten Turniers (100.000 davon für den Sieger). Der Niederösterreicher nimmt auch den serbischen Weltranglisten-Ersten in Schutz. „Djokovic trifft nicht die Schuld an all dem. Er wollte etwas Gutes schaffen und sicher nicht, dass das passiert. Ich finde es schlecht, dass jetzt alle auf ihn einhauen“, sagte Thiem. Der Erlös des Turniers kam wohltätigen Zwecken zugute.

Am Ende gehe es darum, dass die Spieler wieder Praxis sammeln sollen und Tennis eine Plattform bekommt. Und zum Thema Djokovic: Der veröffentlichte am Donnerstag nur zehn Tage nach seinem positiven Testergebnis ein neues. Das Ergebnis: negativ.

🔗 >>> Alle Infos zum Einladungsturnier THIEMs 7


Kommentieren


Schlagworte