Gut zu wissen: Warnstufe 4? Was bei Reisen und Storno zu berücksichtigen ist

Urlaub in Italien, Kroatien oder in einem der vielen Länder, für die derzeit Sicherheitsstufe 4 gilt. Was, wenn man die geplante Reise in der aktuellen Situation nicht antreten will? Und falls doch, was man vorab beachten sollte ...

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⚠️ Was bedeutet Sicherheitsstufe 4?

Eine Reisewarnung der Sicherheitsstufe 4 bedeutet, dass von nicht unbedingt notwendigen Reisen in das Land abgeraten wird, grundsätzlich aber verreist werden darf. Seitens des Ministeriums wird an die Eigenverantwortung appelliert.

🛑 Berechtigt diese Warnstufe 4 zu einem kostenlosen Storno einer Pauschalreise?

„Im Einzelfall eventuell ja", antwortet ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner. „Denn nach Ansicht der EU-Kommission können bei der Frage, ob ein kostenloses Storno wegen erheblicher Beeinträchtigung zulässig ist, auch individuelle Umstände des Pauschalreisenden berücksichtigt werden."

Zählt man beispielsweise zur Corona-Risikogruppe, könnte man mit dem Recht auf ein kostenfreies Storno argumentieren. Daneben müssen aber auch die anderen maßgeblichen Kriterien für ein kostenloses Storno – wie die zeitliche Nähe – berücksichtigt werden: Die Abreise sollte also unmittelbar bevorstehen.

❗ Pauschalreisegesetz bezieht sich auf die aktuellen Umstände

Nach dem Pauschalreisegesetz wird nicht auf die konkrete Reisewarnstufe abgestellt, sondern auf die erhebliche Beeinträchtigung, also auf die Unzumutbarkeit der Reise aufgrund der aktuellen Umstände.

Ob eine Reise in ein Gebiet erheblich beeinträchtigt wird, hängt auch damit zusammen, welche Maßnahmen zum Reisezeitpunkt vor Ort gelten. „So wird eine Maskenpflicht die Reise wohl nicht erheblich beeinträchtigen. Wenn jedoch alle relevanten Sehenswürdigkeiten der Destination geschlossen sind, wird eine erhebliche Beeinträchtigung schon eher vorliegen", erklärt die Expertin des Mobilitätsclubs.

😷 Vor der Reise Infektionszahlen ansehen

Bei der Entscheidung, ob man trotz gültiger Warnstufe 4 (oder höher) verreisen möchte, ist es hilfreich, die aktuellen Covid19-Infektionszahlen für sein konkretes Urlaubsziel zu beobachten. „Es mag sein, dass ein ganzes Land praktisch 'coronafrei' ist, aber die Covid19-Fälle in einer bestimmten Stadt oder Region, in die man reisen möchte, kurz vor Reisebeginn wieder ansteigen", gibt die ÖAMTC-Juristin zu bedenken.

📝 Details zum Versicherungsrecht checken

Bei der Abwägung des Reiseantritts sollten sowohl arbeitsrechtliche als auch versicherungsrechtliche Konsequenzen berücksichtigt werden. So ist es ratsam, Reiseversicherungsverträge vorab genau durchzusehen, vor allem in Bezug auf etwaige Rückholung oder Unterstützung im Krankheitsfall. Denn teilweise besteht für Länder mit aufrechter Reisewarnung, also Stufe 5 oder 6, kein Versicherungsschutz mehr.

🛂 Ein- und Ausreisebeschränkungen im Auge behalten

Die Ein- und Ausreisebeschränkungen können sich abhängig von den Infektionszahlen kurzfristig ändern. Eine Hilfestellung dabei ist das Urlaubsservice des Mobilitätsclubs unter www.oeamtc.at/urlaubsservice – dort findet man eine interaktive Europa-Karte, die für die einzelnen Länder stets aktuell zeigt, ob die Einreise möglich und ob eine Quarantäne bei der Rückreise zu beachten ist.

📽 Video | Tipps für den Sommerurlaub trotz Corona:


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