Obduktion ergab: Aus Inn geborgene Leiche ist 31-jährige Imsterin

Spaziergänger machten am Freitagabend in Roppen eine „verdächtige Wahrnehmung" und alarmierten die Polizei. Wie die Obduktion am Samstag ergab, handelt es sich bei der Toten um das Mordopfer aus Imst, nach dem seit Tagen intensiv gesucht worden war.

Feuerwehr, Wasserrettung, Polizei und Landeskriminalamt standen bei der Bergung der Toten am Innknie bei Roppen im Einsatz.
© Thomas Böhm

Imst, Roppen, Innsbruck – Am späteren Samstagnachmittag war es Gewissheit: Bei der am Freitagabend bei Roppen im Inn entdeckten Leiche handelt es sich tatsächlich um das 31-jährige Mordopfer aus Imst. Das bestätigte die Polizei aufgrund der gerichtsmedizinischen Obduktion, die von der Staatsanwaltschaft angeordnet worden war und am Samstag durchgeführt wurde.

Die Polizei sperrte während der Bergung eine Fußgängerbrücke über den Inn, um Schaulustige fernzuhalten.
© Thomas Böhm

Dass das Mordopfer gefunden werden konnte, sei „in mehrfacher Hinsicht wichtig“, betont Katja Tersch, Leiterin des Landeskriminalamtes. Zum einen natürlich für die Angehörigen der türkischstämmigen Imsterin, nach der seit Tagen intensiv gesucht worden war. Zum anderen auch, weil „die Aussagen des Beschuldigten und das Ermittlungsergebnis der Polizei mit den Verletzungen an der Toten in Einklang gebracht werden konnten“, also übereinstimmen, wie Tersch erklärt.

Der 33-jährige Ehemann hat, wie berichtet, vergangenen Samstag gestanden, seine Frau und Mutter des gemeinsamen kleinen Sohnes am 25. Juni nach einem heftigen Streit gewürgt, mit einem Polster erstickt und die Leiche anschließend in den Inn geworfen zu haben. Der Tatverdächtige befindet sich in der Innsbrucker Justizanstalt.

Heftige Reaktionen in sozialen Netzwerken

Das Gewaltverbrechen sorgte in Imst nicht nur für erhebliche Spannungen zwischen den Familien von Mordopfer und Tatverdächtigem, sondern führte auch zu heftigen Reaktionen in den sozialen Netzwerken. Reaktionen mit teils auch bedenklichen Inhalten. In strafrechtlicher Hinsicht haben die Postings aber zu keinen weiteren Ermittlungen geführt. „Es gibt diesbezüglich auch keine Anzeigen“, sagt Tersch.

Zwei Spaziergänger aus Roppen hatten am Freitagabend „eine verdächtige Wahrnehmung" hinter einem größeren Stein im Inn gemacht und die Einsatzkräfte alarmiert. Ihnen war aber laut LKA-Chefin Tersch zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, dass es sich um eine Leiche handelte. Polizei, LKA, die Wasserrettung sowie die Freiwilligen Feuerwehren aus Roppen und Rietz rückten zum Einsatz aus. Gegen 20.25 Uhr wurde die Leiche aus dem Fluss geborgen. (md, tom)


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