WSG optimistisch, aber nicht blauäugig: Plan B für Abstiegsfall existiert

Was passiert, wenn die WSG Tirol im Showdown gegen die Admira die Klasse hält? Was, wenn nicht? Ein Ausblick in die Zukunft des Tiroler Bundesligisten:

Ein Bild vom heurigen Saison-Eröffnungsspiel (3:1 gegen Austria Wien): Diana Langes würde auch heute gerne jubeln.
© GEPA pictures/ Amir Beganovic

Von Florian Madl

Wattens – „Wir werden die Saison auf jeden Fall ausklingen lassen – und hoffentlich knallen dabei auch die Korken“, fieberte WSG-Präsidentin Diana Langes am Freitag dem Saison-Finale gegen die Admira entgegen. Sie sei angespannt, „aber ich vertraue meinem Team und erwarte mir einen harten Kampf samt Sieg“.

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Die 47-Jährige teilt den ungebrochenen Optimismus ihres Langzeittrainers Thomas Silberberger, dem zuletzt eine Jobgarantie ausgesprochen wurde. Das Vereinsoberhaupt sieht das nüchtern: „Wenn er die Klasse hält, wurde unsere Vorgabe erfüllt. Und in der zweiten Liga waren wir ja schon mal.“

148 Bundesliga- und Cup-Spiele sitzt der Ex-Profi bereits auf der Wattener Bank, eine Statistik spuckt 1,39 Punkte pro Spiel und den Aufstieg in der vergangenen Saison aus. Doch was passiert, wenn die WSG die Liga hält oder nach einjährigem Intermezzo wieder ins zweite Glied absteigt?

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  • Klassenerhalt: Die Wirtschaftsprüfung der Fußball-Bundesliga („Lizenzierung“) absolvierten die Grün-Weißen problemlos. Auf sieben Millionen Euro belief sich das Budget im vergangenen Jahr – und das soll im Fall des Ligaverbleibs auch so bleiben. Spielstätte bliebe das Tivoli.
  • Abstieg: Auch ein Plan B für das Abrutschen in Liga 2 liegt vor. 300.000 Euro Solidaritätsabgabe würden den Verlust des TV-Gelds in der ersten Liga (ca. 1,5 Mio. €) abfedern. Das sollte ein Budget von 4 Mio. Euro ergeben – jene Summe, die auch dem FC Wacker Innsbruck heuer zur Verfügung stand. Eine Wiederaufstiegsgarantie bedeutet ein Etat dieser Größenordnung nicht, die Kadersituation (nur ein halbes Dutzend Verträge gilt auch für Liga zwei) ist zudem ungeklärt. Spielstätte: das Gernot-Langes-Stadion.
  • Sportplatz: Das neue Trainingszentrum wird ungeachtet der sportlichen Situation im Sinne des Gesamtvereins gebaut. Für die runderneuerte Anlage wurden in einer Basisversion 2 Mio. Euro veranschlagt, mögliche Ausbaustufen nicht inbegriffen.

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