Nullnummer gegen die Admira besiegelte den Abstieg der WSG Tirol

Nach nur einer Saison im Fußball-Oberhaus muss die WSG Swarovski Tirol den schweren Gang in Liga zwei antreten. Am letzten Spieltag reichte es im direkten Duell gegen die Admira nur zu einem torlosen Remis.

Florian Buchacher und den restlichen WSG-Kickern stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.
© GEPA pictures/ Amir Beganovic

Innsbruck – In der Bundesliga-Saison 2019/2020 kommt der Absteiger erneut aus Tirol. Ein Jahr nach dem FC Wacker Innsbruck muss auch die WSG Swarovski den Gang in Liga zwei antreten. Nur sechs Siege aus 32 Spielen waren für die Elf von Trainer Thomas Silberberger zu wenig.

Am Samstag vergaben die Tiroler beim 0:0 im direkten Duell mit dem letzten verbliebenen Abstiegskonkurrenten Admira die Chance auf den Klassenerhalt. Zwei Punkte fehlten letztendlich auf die Niederösterreicher und den rettenden Rang elf.

Maierhofer und Dedic vergaben die besten Möglichkeiten

In einer Partie mit vielen Zweikämpfen und hohen Bällen vergab Maierhofer bereits in der fünften Minute seinen ersten Sitzer, als er nach Flanke von Florian Buchacher aus rund drei Metern über das Tor köpfelte. In der 31. Minute verlängerte Maierhofer per Kopf auf Zlatko Dedic, doch der Slowene verstolperte die große Gelegenheit nahezu vom selben Rasenziegel wie zuvor der Zwei-Meter-Stürmer.

Doch auch die Admira sorgte für Gefahr, und zwar durch Maierhofers ehemaligen Rapid-Sturmpartner Erwin Hoffer. Einen Schuss des Ex-Teamspielers lenkte Goalie Ferdinand Oswald an die Außenstange (11.), bei einer weiteren Hoffer-Chance rettete der WSG-Kapitän mit einer Fußabwehr (32.).

⚽ tipico Bundesliga - 32. Spieltag

Qualifikationsgruppe - Samstag

  • WSG Tirol - FC Admira 0:0
  • SKN St. Pölten - SCR Altach 2:0 (0:0)
  • Austria Wien - SV Mattersburg 1:0 (0:0)

Meistergruppe - Sonntag

  • Wolfsberger AC - SK Rapid Wien (Sky, ORF 1)
  • Sturm Graz - TSV Hartberg (Sky)
  • LASK - Red Bull Salzburg (Sky)

Die zweite Hälfte begann wieder mit einem Hochkaräter für Maierhofer, der 37-Jährige köpfelte neuerlich aus etwa drei Metern neben das Ziel. Die mangelnde Effizienz setzte sich in der 82. Minute fort: Dedic schoss aus kurzer Distanz an die Stange, den abspringenden Ball rollte der eingewechselte Kelvin Yeboah neben das Tor.

Im Finish warfen die Gastgeber noch einmal alles nach vorne, allerdings erfolglos - sehr zur Freude von Admiras Sportchef Felix Magath, der auf der Tribüne des Tivoli-Stadions mitzitterte.

WSG-Sportdirektor Köck: "Abstieg nicht unverdient"

"Wir haben uns viel für dieses Spiel vorgenommen. Leider ist uns der Lucky Punch nicht gelungen", analysierte ein sichtlich enttäuschter WSG-Sportdirektor Stefan Köck. "Die Chancen wären heute da gewesen, besonders die beiden Kopfballmöglichkeiten von Maierhofer. Wenn du nach 32 Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz stehst, dann ist das sicher nicht unverdient." Ob jetzt der große Umbruch kommt? "Der Abstieg ist für jeden Verein eine Herausforderung. Mit diesem Thema werden wir uns aber erst am Montag befassen." (TT.com, APA)


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