Silberberger: „Muss den Abstieg zum Großteil auf meine Kappe nehmen"

Die Reaktionen zum Abstiegsfinale: Während Sportmanager Stefan Köck von einem „nicht unverdienten Abstieg" sprach, verspürte Stürmer Stefan Maierhofer nach dem besiegelten Abstieg „eine extreme Leere".

Das 0:0 im Abstiegsfinale besiegelte den WSG-Abstieg aus der Bundesliga.
© GEPA pictures/ Amir Beganovic

Thomas Silberberger (WSG-Trainer): "Es ist bitter, aber wir sind nicht wegen der heutigen Leistung abgestiegen, sondern weil wir in der Qualifikationsgruppe die schlechteste Performance gebracht haben. Wir haben die Chancen leider nicht gemacht, so ist die Admira im Endeffekt verdient dringeblieben. Wir waren auf einem guten Weg, aber Corona hat uns komplett aus dem Tritt gebracht. Das i-Tüpferl war sicher mein Motorradunfall, ich muss den Abstieg zum Großteil auf meine Kappe nehmen. Ich bin mental und körperlich am Sand. Mit so einer Verletzung, wie ich sie habe, geht man normalerweise neun Monate in Krankenstand, ich war nach zehn Tagen wieder bei der Mannschaft. Jetzt muss ich schauen, dass meine Gesundheit wieder in Schuss kommt. Wir werden versuchen, eine vernünftige Mannschaft für die 2. Liga aufzustellen, dürfen uns aber nicht das Mascherl des sofortigen Wiederaufstiegs umhängen."

Stefan Köck (WSG-Sportdirektor): "Die Chancen waren im Spiel bis zur letzten Minute vorhanden, wir haben leider keinen Ball reingebracht. Von der Leidenschaft und vom Spiel selber kann ich der Mannschaft nicht viel vorwerfen. Das einzige, was gefehlt hat, war die Chancenverwertung - der Lucky Punch. Wenn man nach 32 Spieltagen als Letzter dasteht, dann ist es nicht unbedingt verdient. Der Abstieg ist für jeden Club jede Saison bitter, weil er auch budgetär Auswirkungen hat."

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Stefan Maierhofer (WSG-Tirol-Stürmer): "Wir hatten viele Chancen, vorneweg ich. Wir wollten unbedingt, das hat man gesehen. Man kann keinem Spieler etwas vorwerfen, das einzige, was gefehlt hat, war die Chancenauswertung. Wir müssen es uns selbst ankreiden, wir hatten auch andere Spiele, die so waren. Ich habe mir bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Gedanken über meine Zukunft bei der WSG gemacht, wir werden jetzt Gespräche führen. Es ist ein herzensguter Verein, angefangen von der Präsidentin bis zum Busfahrer und Zeugwart. Momentan ist extreme Leere da."

Ernst Baumeister (Admira-Sportdirektor): "Es war sehr nervenaufreibend die letzten Tage. Aber es hat sich gelohnt. Es war kein berauschendes Spiel, aber in der Phase zählt kein gutes oder schlechtes Spiel, da zählt nur kämpfen. Das hat die Mannschaft getan, von dem her haben wir den Klassenerhalt auch verdient."

Felix Magath (Fußball-Chef Flyeralarm): "Ich bin jetzt erstmal geschafft, es waren zweimal harte 95 Minuten (Anm.: die ebenfalls von Flyeralarm unterstützten Würzburger Kickers schafften zuvor knapp den Aufstieg in die 2. deutsche Liga). Wir mussten bis zur letzten Sekunde zittern, hatten natürlich auch etwas Glück, aber es war nicht unverdient, dass wir in der Klasse geblieben sind. Ich werde heute nicht so viel feiern, vielleicht gönne ich mir morgen ein Glas Wein aus Gumpoldskirchen. Wir wollen diese Mannschaft verändern, mehr auf die eigene Jugend setzen, aber auch mit dem einen oder anderen ausländischen Spieler die Qualität des Kaders verändern."


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