Neues Digitalzentrum geht in Innsbruck an den Start

Im neuen DIH West können KMU für ihre digitale Transformation über vier sogenannte Digitalzentren – unter anderem auch in Innsbruck – auf das Know-how der heimischen Forschungseinrichtungen zugreifen. Dazu werden in einem ersten Schritt fünf Millionen Euro bereitgestellt.

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) (Archivfoto)
© APA

Innsbruck – Ein neu eingerichteter Hub – der "Digital Innovation Hub West" – soll Klein- und Mittelunternehmen (KMU) aus Tirol, Salzburg und Vorarlberg den Zugang zu Know-how von Forschungseinrichtungen erleichtern.

KMU haben im Bereich der digitalen Kompetenzen schließlich Aufholbedarf.
Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP)

Der Hub soll sich schließlich zu einer "Plattform für Unternehmen mit unterschiedlichem Digitalisierungsgrad entwickeln", wünschte sich der Rektor der Universität Innsbruck, Tilmann Märk. Es gehe bei diesem vornehmlich darum, "digitales Wissen in die Wirtschaft zu tragen", ergänzte er.

Im DIH West können Westösterreichs KMU für ihre digitale Transformation über vier sogenannte Digitalzentren an den Standorten Dornbirn, Innsbruck, Kufstein und Salzburg auf das Digitalisierungs-Know-how der heimischen Forschungseinrichtungen zugreifen, so die Standortagentur Tirol in einer Aussendung am Montag.

FFG-Programm Digital Innovation Hubs

Die Förderzusage für den DIH West im Rahmen der ersten Ausschreibung im FFG-Programm Digital Innovation Hubs erfolgte im Vorjahr an ein Konsortium aus dreizehn Partnern unter dem Lead der Universität Innsbruck.

Westösterreichs Unternehmen stehen im DIH West acht Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie die ITG – Innovationsservice für Salzburg, die Standortagentur Tirol, die Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO) sowie die WK Tirol und Industriellenvereinigung Tirol als Digitalisierungspartner zur Seite.

🔸 Digital Innovation Hubs

🔸 FFG

Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP)
© TT/Hammerle

Schramböck wiederum bezeichnete ebenjenes Digitalisierungswissen als entscheidenden "Hebel", der wirtschaftliche Innovationen und Zukunftsperspektiven ermögliche. Themen wie etwa "E-Commerce und Cloud-Dienstleistungen" seien gegenwärtig nicht nur wegen der Coronakrise wichtig. Der "Digital Innovation Hub West" (DIH-West) sei diesbezüglich ein "praxisnaher Know-how-Lieferant". Insgesamt nehme man für Innovation Hubs in ganz Österreich fünf Millionen Euro in die Hand.

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Damit wollen wir erreichen, gute Rahmenbedingungen auch für kleine Unternehmen zu gewährleisten.
Tirols Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP)

Dazu bündle man nunmehr unter anderem die Kräfte von Bund, Land und Fachhochschulen, so die Landesrätin. Das Land Tirol stellt für den DIH West Fördermittel in Höhe von 753.000 Euro zur Verfügung. Für Zoller-Frischauf ist dies eine logische Investition zur Ergänzung zu den zusätzlichen 19 Millionen für Digitalisierung im Rahmen der Konjunkturoffensive 2020 des Landes.

Eine weitere Million Euro ist für bestehende Hubs

Konsortien von mindestens vier voneinander unabhängigen Einrichtungen mit Forschungsschwerpunkten im Digitalisierungsbereich können sich bis zum 12. Oktober 2020 um diese Mittel bewerben. Die Förderquote liegt bei bis zu 50 Prozent. Eine weitere Million Euro ist für bestehende Hubs und eine diesbezügliche Ausschreibung gegen Ende des Jahres 2020 reserviert. Mit dem DIH West, dem DIH Ost und dem Digital Makers Hub bieten in Österreich aktuell drei Kompetenznetzwerke KMU-Unterstützung und Know-how-Transfer im Bereich Digitalisierung.

Die wissenschaftliche Leiterin des DIH-West, Ruth Breu, sprach in Bezug auf diese Bündelung von einem "breiten Angebot für alle Unternehmen". Zugleich wollte man aber auch mit ganz spezifischen Themen auf "innovative Unternehmen" zugehen. 15 Experten seien im DIH-West dazu in der Lage etwa Gebiete wie Data Science, IT-Security oder Künstliche Intelligenz (KI) abzudecken. Bei den Angeboten agiere man ab sofort "agil" und "lerne noch dazu", was die Bedürfnisse der KMU betreffe. (TT.com)


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