2:2 in Heidenheim genügte, Werder bleibt erstklassig

Das Hinspiel endete 0:0, und auch im Relegations-Rückspiel in Heidenheim gelang Werder kein Sieg. Nach einer turbulenten Schlussphase mit späten Toren zittert sich Bremen zum Klassenerhalt.

Im letzten Moment brachte die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt eine desolate Saison zu einem glücklichen Ende.
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Heidenheim – Traditionsclub Werder Bremen bleibt der deutschen Fußball-Bundesliga erhalten. Vier Tage nach dem 0:0 im Heim-Hinspiel reichten ÖFB-Legionär Marco Friedl und Co. in Heidenheim am Montag ein 2:2 (1:0), dank der Auswärtstorregel wendete Werder den zweiten Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte ab.

Die Partie begann für die Außenseiter, bei denen Konstantin Kerschbaumer Ersatz war, durch ein Eigentor von Norman Theuerkauf in der dritten Minute denkbar schlecht. Tim Kleindienst (85.) sorgte mit dem 1:1 noch einmal für Spannung und eine packende Schlussphase, in der Ludwig Augustinsson (94.) die Bremer in Führung schoss. Den Ausgleich, das 2:2 durch einen Foulelfmeter durch Kleindienst (96.) konnten die Gäste dann verschmerzen.

Ich bin einfach nur froh und glücklich, dass wir es geschafft haben. Wir waren so oft tot. Scheiß Saison, gutes Ende. Ich weiß, was es für die Stadt bedeutet und was es für die Menschen bedeutet.
Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen)

Plötzlich mit Zuschauern auf der Tribüne

Frank Schmidt verpasste dagegen die vorläufige Krönung seiner bald 13 Jahre als FCH-Trainer und bleibt mit seiner Mannschaft in der 2. Liga. Die lange Karriere des 41-jährigen Werder-Angreifers Claudio Pizarro hat dagegen ein versöhnliches Ende gefunden.

Wir haben kein Spiel verloren und es trotzdem nicht geschafft, das ist brutal.
Marc Schnatterer (Kapitän 1. FC Heidenheim)

Für Aufsehen sorgten Mitte der zweiten Hälfte etwa jene 50 Zuschauer, die plötzlich auf der Haupttribüne standen und saßen. Wie sie ins Stadion kamen, war zunächst unklar. Nach den coronabedingten Hygiene- und Sicherheitsvorschriften sind derzeit keine Fans in den Stadien zugelassen. Nach wenigen Minuten wurden die Zuschauer von Ordnern wieder aus der Arena geleitet. (APA)


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