Mann erstach Ex in bayrischem Linienbus vor anderen Fahrgästen

Während der tödlichen Messerattacke waren mehrere Kinder im Bus, die offenbar auf dem Heimweg von der Schule waren. Der 37-Jährige wurde kurz nach der Tat gefasst. Er muss nun vor einen Haftrichter.

Kempten – Vor den Augen von Passagieren eines Linienbusses in Bayern hat ein Mann seine getrennt von ihm lebende Ehefrau getötet. Der 37-Jährige stach nach Polizeiangaben am Montagmittag in Obergünzburg im Ostallgäu auf seine Ex-Partnerin ein. Die 27-Jährige starb später im Krankenhaus.

Nach dem Angriff ließ der Mann die Waffe zurück und flüchtete zu Fuß. Bei einer Großfahndung der Polizei wurde er relativ schnell gestellt. Nun soll der Tatverdächtige einem Haftrichter vorgeführt werden. Dieser soll am Dienstag entscheiden, ob der 37-Jährige in Untersuchungshaft muss.

Nach Angaben einer Sprecherin des Busunternehmens waren zur Mittagszeit etwa zehn Schulkinder und vier Erwachsene im Bus. Der tödliche Angriff habe sich im vorderen Teil des Fahrzeugs abgespielt, die Kinder waren im hinteren Bereich. Der Busfahrer und mehrere Fahrgäste alarmierten die Polizei. Die Anwesenden wurden nach der Tat psychologisch betreut.

Der Fahrer hatte den Bus kurz vor dem Ortseingang von Obergünzburg im Ostallgäu zum Stehen gebracht. In dem kleinen Ort leben etwa 6500 Menschen.

Der mutmaßliche Täter, ein afghanischer Staatsangehöriger, ist der Polizei schon seit November 2019 bekannt. Damals habe es einen Übergriff des Mannes auf die Ehefrau gegeben, berichteten die Ermittler. Auch das Opfer hatte die afghanische Staatsbürgerschaft. Beide lebten mittlerweile in unterschiedlichen Wohnungen. (APA/dpa)


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