Deutsche Lyrikerin Elke Erb erhält den Georg-Büchner-Preis 2020

Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung im deutschsprachigen Raum und soll am 31. Oktober in Darmstadt verliehen werden.

Lyrikerin Elke Erb (82) veröffentlichte zuletzt die Gedichtbände "Sonnenklar" (2015) und "Gedichtverdacht" (2019).
© Gerald Zoerner

Darmstadt – Die deutsche Lyrikerin Elke Erb (82) bekommt den Georg-Büchner-Preis 2020. Das teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt mit. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung im deutschsprachigen Raum und soll am 31. Oktober in Darmstadt verliehen werden.

Erb veröffentlichte zuletzt die Gedichtbände "Sonnenklar" (2015) und "Gedichtverdacht" (2019). Zu ihren bisherigen Auszeichnungen zählt u.a. der Ernst-Jandl-Preis (2013), der Georg-Trakl-Preis für Lyrik (2012) oder der Erich-Fried-Preis (1995).

"Unverwechselbares Lebenswerk"

Mit der Auszeichnung an die 82-Jährige werde ein "unverwechselbares und eigenständiges schriftstellerisches Lebenswerk" geehrt, teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt mit.

Erbs "poetischer Sachverstand" zeige sich in ihrer übersetzerischen Arbeit und habe mehrere Generationen von Dichterinnen und Dichter in Ost und West beeinflusst, hieß es zur Begründung. Die Jury würdigte die "prozessuale und erforschende Schreibweise" ihrer Gedichte, in denen Sprache zugleich Gegenstand und Mittel der Untersuchung sei. Erb gelinge es wie keiner anderen, die "Freiheit und Wendigkeit der Gedanken in der Sprache zu verwirklichen, indem sie sie herausfordert, auslockert".

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Die Akademie vergibt den Preis seit 1951 an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in deutscher Sprache schreiben. Die Preisträger müssen "durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten" und "an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben".

Zu den Preisträgern gehören Max Frisch (1958), Günter Grass (1965) und Heinrich Böll (1967) sowie zuletzt seit 2015 Rainald Goetz, Marcel Beyer, Jan Wagner, Terézia Mora und Lukas Bärfuss. 2009 wurde der Österreicher Walter Kappacher mit dem preis ausgezeichnet, im Jahr davor ging er an Josef Winkler. (APA/dpa)


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