Nach mühevoller Werder-Rettung: Trainer Kohfeldt soll im Amt bleiben

Dass 31 Punkte über den Umweg Relegation überhaupt zum Klassenerhalt gereicht haben, sorgte in Bremen für große Erleichterung. Jetzt gilt es die "Katastrophen-Saison 2019/20" beim Team des Tirolers Marco Friedl aufzuarbeiten.

Die Erleichterung und der Jubel bei den Werder-Kickern nach dem Schlusspfiff war riesengroß
© KAI PFAFFENBACH

Bremen – Nach dem glücklichen Ende einer "Katastrophen-Saison" steht bei Werder Bremen Analyse auf dem Programm. Die Zukunft von Trainer Florian Kohfeldt wird dabei zur Sprache kommen, nach dem rettenden 2:2 gegen Heidenheim im Relegations-Rückspiel der deutschen Bundesliga am Dienstagabend klang jedoch durch, dass der 37-Jährige bleiben wird.

So will Bremens Sportchef Frank Baumann mit Kohfeldt weiterarbeiten. "Ich bin nach wie vor von Flo absolut überzeugt", sagte Baumann dem Weser-Kurier. Er gehe davon aus, dass auch der Coach nach der verkorksten Saison bleiben wolle, erläuterte Baumann weiter. "Er hat einen Vertrag. Florian hat genug Kraft und Power, um die neue Saison mit aller Überzeugung anzugehen."

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In den kommenden Tagen soll über die Trainerfrage verbindlich entschieden werden. Zunächst werden die Werder-Verantwortlichen aber die Saison analysieren und darüber beraten, was sich ändern muss. Es wird nicht nur wegen der Coronakrise kaum Geld vorhanden sein, um die Fehler in der Kaderplanung umfassend zu korrigieren. Durch den Klassenverbleib greifen die millionenschweren Kaufverpflichtungen für Ömer Toprak oder Leonardo Bittencourt. Martin Harnik kehrt nach Ende seiner Leihe vom Hamburger SV nach Bremen zurück.

Dass 31 Punkte über den Umweg Relegation überhaupt zum Klassenerhalt gereicht haben, sorgte in Bremen für große Erleichterung. Kohfeldt blickte nach der späten Erlösung kritisch voraus. "Es kann kein "Weiter so" geben und es wird kein "Weiter so" geben, das ist vollkommen klar", sagte der Coach. "Aber heute darf gefeiert werden."

Werder-Fans bewarfen Einsatzkräfte mit Flaschen und Böllern

In Bremen taten die Fans dies mit Hupkonzerten, lauten Gesängen und Feuerwerkskörpern. Zahlreiche Anhänger verfolgten das Spiel vor und in den Lokalen nahe dem Weser-Stadion. Zu Hunderten tanzten die Werder-Fans nach Schlusspfiff auf der Straße. Bis zu 700 Menschen sollen nach Polizeiangaben am Abend in Bremen gefeiert haben. Nach Mitternacht kippte die Stimmung, Fans bewarfen demnach Einsatzkräfte mit Flaschen und Böllern. Die Polizei nahm mehrere Menschen vorläufig fest und erteilte Platzverweise. (APA, dpa)

🔗 Instagram-Posting des Tiroler Werder-Verteidigers Marco Friedl:


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