Rücktritt! Tirolerin Unterwurzacher beendet überraschend ihre Karriere

Vor allem ihre zahlreichen Knieverletzungen haben die 28-jährige Innsbruckerin ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Tokio zu diesem Schritt bewogen.

Kathrin Unterwurzacher beendet mit 28 Jahren ihre Karriere.
© GEPA pictures/ Harald Steiner

Innsbruck - Die Tiroler Tageszeitung berichtete heute bereits über das Gerücht, jetzt ist es offiziell: Judo-Ass Kathrin Unterwurzacher beendet die Karriere!

Selbst die auf das kommende Jahr verschobenen Olympischen Spiele in Tokio konnten die Innsbruckerin nicht zur Fortsetzung ihrer sportlichen Laufbahn bewegen. Dabei lag sie als Nummer 14 der Weltrangliste (bis 63 kg) voll auf Kurs für ein Olympiaticket. Zahlreich Verletzungen, vor allem im Knie, ließen den Entschluss zum Rücktritt reifen.

📽 Video | Katrin Unterwurzacher muss Karriere beenden

"Ich traf die Entscheidung, weil ich in den letzten zwei Jahren fünf Kreuzbandverletzungen gehabt habe. Aber ich weiß, der Zeitpunkt passt einfach, weil ich es meinen Körper einfach nicht mehr zutrauen kann", erklärte die 28-Jährige.

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Unterwurzacher, Olympia-Siebente vor vier Jahren in Rio, blickt nach über 20 Jahren auf eine erfolgreiche Karriere (unter anderem zweifache Grand-Slam- und achtfache Grand-Prix-Siegerin) zurück: "Ich kann sagen, ich habe alles versucht, mein Bestes gegeben und bin stolz auf mich selbst, dass ich so viel erreicht habe. Es War eine wunderschöne Zeit für mich."

Bei leichten Judo-spezifischen Bewegungen hat mein Knie schon ausgesetzt, es ist keine Stabilität mehr da. Zusätzlich kommen die Schmerzen dazu. Es sind einfach keine guten Voraussetzungen, um noch ein Jahr durchzuhalten, und das Risiko einer weiteren Verletzung wäre unumgänglich.
Kathrin Unterwurzacher

Auf was sie sich jetzt am meisten freut, hat die Tirolerin auch schon verraten: "Ich glaube jeder Judoka versteht mich, wenn ich jetzt sage, dass ich mich einmal auf normales Essen freue."

Trainer Martin Scherwitzl bedauerte die Entscheidung, die aber richtig sei. "Ich bin hundertprozentig der Meinung, dass die Katrin das Potenzial gehabt hätte, eine olympische Medaille zu gewinnen, aber das Risiko kann man nicht eingehen." (TT.com/APA)


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