EU-Gericht: Infineon muss in Kartellstreit weniger Strafe zahlen

Vier Chiphersteller wurden 2014 wegen illegaler Absprachen zu 138 Millionen Euro Strafe verurteilt.

Im Fokus standen neben Infineon auch Samsung, die japanische Firma Renesas sowie Philips.
© Infineon

Luxemburg – Das EU-Gericht hat die von der EU-Kommission verhängte Kartellbuße gegen den deutschen Chiphersteller Infineon, der in Österreich etwa in Villach in Kärnten stark engagiert ist, weitgehend bestätigt - aber um fast sechs Millionen Euro reduziert. Somit muss Infineon noch knapp 76,9 Millionen Euro Strafe zahlen, wie die Luxemburger Richter am Mittwoch entschieden.

Infineon kann gegen den Beschluss jedoch vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgehen. Dieser hatte sich bereits 2018 mit dem Fall beschäftigt und entschieden, dass das untergeordnete EU-Gericht, das die Kartellbußen zuvor bereits bestätigt hatte, die Strafe gegen Infineon erneut prüfen müsse.

Hintergrund ist eine Entscheidung der EU-Kommission von 2014, wonach vier Chiphersteller wegen illegaler Absprachen eine Strafe von 138 Miillionen Euro zahlen mussten. Im Fokus standen neben Infineon auch Samsung, die japanische Firma Renesas sowie Philips. Die Unternehmen hatten demnach sensible Informationen ausgetauscht, unter anderem zu Preisen und Vertragsverhandlungen. Dabei ging es um Smartcard-Chips, die in Bankkarten oder Handys eingesetzt wurden. (APA)


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