Thiem bei "seinem" Turnier in Kitzbühel vorzeitig im Halbfinale

Österreichs Nummer eins besiegte Rublew in einem sehenswerten Match 7:5,6:4. Dennis Novak erspielte sich mit einem glatten Zweisatzsieg gegen Chatschanow ein "Endspiel" beim THIEMs 7 um den Halbfinaleinzug.

Dominic Thiem musste gegen Andrej Rublew ein hartes Stück Arbeit leisten.
© GEPA pictures/ Patrick Steiner

Kitzbühel – Der Tennis-"Länderkampf" Österreich gegen Russland beim Kitzbüheler Einladungsturnier THIEMs 7 ging am Mittwoch mit 2:0 an die Lokalmatadore. In der "Night Session" gewann Dominic Thiem in Gruppe A vor 500 zugelassenen Zuschauern gegen den Russen Andrej Rublew 7:5,6:4, womit er vorzeitig im Halbfinale steht. Am Nachmittag hatte Dennis Novak Karen Chatschanow 6:1,6:4 besiegt.

Thiem präsentierte sich in starker Verfassung, ebenso aber Rublew. Dieser Umstand brachte ein äußerst sehenswertes Match, keine Spur von Exhibition. Thiem nahm seinem Gegner zwar gleich dessen Aufschlag ab, spätestens ab dem Rebreak zum 2:2 war es aber ein packender Schlagabtausch mit schnellen, harten Schlägen. Im richtigen Moment glückte Thiem zum 6:5 ein erneutes Break, danach servierte er zur Satzführung aus.

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Im zweiten Durchgang brachte das siebente Spiel die Entscheidung, nach dem 5:3 für den 26-jährigen Thiem war er von der Siegerstraße nicht mehr abzubringen. "Ich bin sehr zufrieden. Es war ein Gegner, mit dem immer extrem gute Ballwechsel und Matches garantiert sind", sagte Thiem im Interview auf ServusTV. "Es war vom ersten Punkt an ein geiles Match für alle." Er hatte die Corona-Pause auch verstärkt für Krafttraining genutzt, was rein optisch erkennbar ist.

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Ruud und Chatschanow schon draußen

Thiem kann am Donnerstag bei diesem mit 300.000 Euro dotierten Sandplatz-Event im dritten Match des Tages nach 13.00 Uhr nur noch von Gegner Jan-Lennard Struff verdrängt werden, sollte der Deutsche in zwei Sätzen gewinnen. Im Endeffekt geht es aber im Fernduell von Struff mit Rublew um den zweiten Aufstiegsplatz aus Gruppe A. Keine Aufstiegschance mehr hat der Norweger Casper Ruud, ebenso wie Chatschanow in Pool B.

Novak spielt im ersten Donnerstag-Match gegen den Spanier Roberto Bautista Agut um das Halbfinale, der Sieger ist neben dem Italiener Matteo Berrettini weiter. Novak präsentierte sich bei seinem zweiten Auftritt gefestigt, Chatschanow spielte aber nicht auf seinem höchsten Niveau. Ein Sieg gegen den Weltranglisten-15. ist für Österreichs Nummer zwei fraglos wertvoll. "Ich werde schauen, aggressiv zu spielen, und hoffentlich so einen Tag wie heute erwischen", meinte Novak über das Bautista-Match. (APA)

Viel Licht, wenig Schatten im Spiel von Novak am Mittwochnachmittag.
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