„Ich stand unter der Dusche": Kanye West bekräftigt Präsidentschaftspläne

Andere singen unter der Dusche und wollen, dass das niemals jemand hört. Kanye West ist Berufsmusiker und hat per se mit Öffentlichkeit keine Probleme. Statt zu singen, denkt er beim Duschen nach – und dabei fällt ihm ein, neuer US-Präsident werden zu wollen. Ja, er meint das ernst, bekräftigt der 43-Jährige nun.

Der neue US-Präsident mit seiner First Lady? Kanye West und Kim Kardashian-West.
© Reuters

Los Angeles – Rapper Kanye West hat in einem Interview zum ersten Mal über seine – per Tweet – angekündigte Kandidatur für das Amt des US-Präsidenten gesprochen. Sein Slogan werde „YES!" lauten, sagte er dem Magazin Forbes, seine mögliche Vizepräsidentin sei Michelle Tidball, eine umstrittene Predigerin, und seine Partei nenne er die „Birthday Party – wenn wir gewinnen ist das ein Geburtstag für jeden."

Die Idee zu einer Kandidatur sei ihm im Bad gekommen. „Ich stand unter der Dusche und habe nachgedacht, ich schreibe Raps unter der Dusche. Da hat es mich umgehauen, zu sagen: ,Du wirst als Präsident kandidieren' und ich habe angefangen, hysterisch zu lachen." Seine beiden wichtigsten Berater seien seine Frau Kim Kardashian-West und der Tesla-Gründer Elon Musk. „Ich habe ihm angeboten, der Kopf unseres Raumfahrtprogramms zu werden", sagte der 43-jährige West in dem Interview.

West hatte seine Absicht zur Kandidatur am Samstag, dem Unabhängigkeitstag der USA, auf Twitter kundgetan. Er bekräftigte in dem Interview zwar erneut, dass die Kandidatur ernst gemeint sei – es ist aber weiter unklar, ob er die nötigen Dokumente eingereicht hat. In mehreren US-Bundesstaaten sind bereits die Fristen verstrichen, um auf die Stimmzettel gedruckt zu werden. West bliebe dann nur, dass Wähler seinen Namen in ein Freifeld eintragen. Seit seiner Ankündigung rätseln US-Politikexperten, ob sich eine tatsächliche Kandidatur auf Donald Trump und seinen Herausforderer Joe Biden auswirken würde.

Zu den Zielen seiner Kandidatur machte West keine konkreten Angaben. Über das Steuersystem oder internationale Politik habe er sich noch keine Gedanken gemacht, sagte West. „Ich werde das mit den größten Experten besprechen, die Gott dienen, und mit der besten Lösung zurückkehren." Auch eine Kandidatur für die Wahl im Jahr 2024 behielt er sich vor. (dpa)

TT-ePaper gratis testen und eines von drei E-Bikes gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt mitmachen
TT ePaper

Kommentieren


Schlagworte