Gut zu wissen: Was bei der Einreise und vor Ort in Urlaubsländern zu beachten ist

Nach Griechenland verpflichten immer mehr Länder Touristen dazu, sich vor der Einreise online anzumelden. Auch die Corona-Regeln vor Ort sollten beachtet werden, sonst drohen teils hohe Strafen.

Auch Spanien-Urlauber müssen ihre Einreise vorher anmelden. (Symbolfoto)
© JAIME REINA

Wien – Griechenland hat Ende Juni mit einem kurzfristig erlassenen Einreiseverfahren begonnen, das eine Vorab-Anmeldung verlangt. Andere Urlaubsländer ziehen nach, verlangen ebenfalls eine Vorab-Anmeldung. Beispielsweise Spanien, Italien und Zypern. Andere wieder raten bisher nur dazu. Fest steht: „Heuer ist eine umfassende Reisevorbereitung unerlässlich", so ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner. Auch über die Regeln vor Ort – von Maskenpflicht bis Mindestabstand – sollten sich Urlauber rechtzeitig informieren, sonst können mitunter hohe Strafen drohen.

Das Luftfahrtportal Aviation Net listet mehrere bisher bekannte Maßnahmen (Stand 8. Juli) in Urlaubsländern auf, auch der ÖAMTC gibt Tipps zur Reisevorbereitung. Ein Überblick ⤵️

Hier ist eine Anmeldung Pflicht:

✔️Griechenland: Athen war rigoros vorgeprescht: Wer nach Griechenland will, muss wie berichtet mindestens 24 Stunden vorher im Internet einen Fragebogen ausfüllen. Dann wird ein QR-Code zugeschickt, der ausgedruckt oder digital auf dem Smartphone vorgezeigt werden muss. Die Airlines wurden angewiesen, das dies bereits vor dem Abflug am Check-In-Schalter oder beim Boarding zu kontrollieren. Wer ohne QR-Code an einem griechischen Grenzübergang – unabhängig ob auf dem Luft-, See- oder Landweg – erscheint, riskiert eine Zurückweisung und eine Geldstrafe. Stichprobenartig werden Ankommende auch zu Tests mit Quarantäne aufgefordert.

✔️ Zypern: Zypern hat einen „Cyprus Flight Pass" eingeführt, der bis 24 Stunden vor dem Abflug online beantragt werden muss. Für Reisende, die aus den von der Regierung in der Liste der Kategorie-A-Länder geführten Staaten kommen, gibt es keine weiteren Maßnahmen. Kommt man aus der Kategorie B, so kann unter Umständen die Ausstellung des Cyprus Flight Pass verweigert werden oder aber die Vorlage eines negativen Covid-19-Tests verlangt werden, der vorab hochgeladen werden muss. Der Flight Pass muss in ausgedruckter Form mitgeführt werden und laut Aviation Net bei der Passkontrolle in Larnaka bzw. Paphos vorgezeigt werden, ohne diesen kann die Einreise verweigert werden.

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✔️ Spanien: Auch Spanien verlangt, dass die Einreise vorher angemeldet wird. Dies muss nach spanischen Medienberichten via Homepage „Spain Travel Health Portal" erfolgen. Es gibt aber auch eine Gratis-App („SpTH"), über die Einreiseanmeldung erfolgen kann. An Ort und Stelle muss dann ein QR-Code vorgezeigt werden, wahlweise auf Papier bzw. Smartphone. Bis 31. Juli 2020 kann auch ein klassisches Papierformular direkt bei der Einreise ausgefüllt werden. Ab 1. August wird nur noch der Strichcode akzeptiert. Auch die Airlines sind dann angewiesen vor dem Abflug, beispielsweise beim Check-In-Schalter oder beim Boarding, das Vorhandensein des Einreise-QR-Codes zu kontrollieren.

✔️ Teile Italiens: „Für Italien-Urlaube in die Regionen Apulien und Kalabrien sowie auf die Inseln Sardinien und Sizilien muss vor der Einreise eine Online-Registrierung vorgenommen werden", sagt ÖAMTC-Expertin Renner. Wer zum Beispiel per Flugzeug oder Fähre nach Sardinien möchte, muss das entsprechende Formular 48 Stunden vorab elektronisch ausfüllen und bei der Einreise eine Kopie dessen, zusammen mit Bordkarte und Ausweis, vorlegen. Bei der Ankunft in Sardinien wird außerdem die Körpertemperatur gemessen.

✔️ Großbritannien: Rechtzeitig zum Sommerurlaub hat England seine Quarantäne-Vorschriften für Einreisende aus 59 Ländern gelockert. Besucher unter anderem aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien müssen sich ab 10. Juli bei ihrer Ankunft nicht mehr für 14 Tage isolieren. In einem Online-Formular müssen jedoch vorab Details zur Reise bekannt gegeben werden.

✔️ Madeira und Azoren: Auf dem portugiesischen Festland ist eine Einreise für EU-Bürger ohne weiteres möglich, auch wenn seitens Österreich nach wie vor eine Reisewarnung gilt. Auf Madeira und den Azoren hingegen müssen alle Ankommenden entweder ein negatives Corona-Testresultat (nicht älter als 3 Tage) vorweisen oder einen solchen Test direkt bei Einreise durchführen lassen. Auch eine Online-Registrierung ist notwendig.

📽 Video | Was bei einer Reise nach Madeira zu beachten ist:

✔️ Kroatien: Für die Einreise nach Kroatien ist eine Registrierung erforderlich, die entweder vorab online oder direkt beim Grenzübertritt durchgeführt werden kann, heißt es vom ÖAMTC. Maria Renner empfiehlt: „Um Wartezeiten zu vermeiden, erledigt man das besser noch zu Hause."

Diese Regeln gelten vor Ort in beliebten Urlaubsländern:

🚫 Maskenpflicht: In Deutschland herrscht aktuell Maskenpflicht in allen geschlossenen Räumen, also z. B. auch in Geschäften. „Bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ist ein Mund-Nasen-Schutz verpflichtend in Kroatien, Spanien, Deutschland, Slowenien und Italien zu tragen", sagt Renner.

🚫 Mindestabstand: Der vorgeschriebene Mindestabstand variiert zwischen ein und zwei Metern in den jeweiligen Ländern. In Italien beispielsweise muss in der Öffentlichkeit ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden, bei sportlichen Aktivitäten zwei Meter. Wo das nicht möglich ist, bzw. generell in geschlossenen Räumen, gilt die Maskenpflicht. „Am besten geht man auf Nummer sicher und hält immer genügend Abstand", rät die ÖAMTC-Touristikerin.

🚫 Fahrgemeinschaften: In Kroatien, Slowenien und Deutschland gibt es dahingehend keine Einschränkungen. In Italien aber wohl: Wer mit nicht haushaltszugehörigen Personen im Auto unterwegs ist, muss den Beifahrersitz frei lassen, auf den weiteren Sitzreihen sind je maximal zwei Personen erlaubt – und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist für alle Insassen verpflichtend. In Spanien gilt für Fahrgemeinschaften „nur" Maskenpflicht.

Welche Strafen drohen bei Nichteinhaltung?

Wer gegen die Pandemie bedingten Regeln verstößt, muss laut ÖAMTC mit hohen Strafen rechnen. Die konkrete Höhe ist von Land zu Land unterschiedlich. So sind in Deutschland, abhängig vom jeweiligen Bundesland, mehrere Hundert Euro Strafe möglich. „In Italien liegt der Strafrahmen zwischen 400 und 3000 Euro, in Slowenien zwischen 400 und 4000 Euro", erklärt Renner.

Deutlich höher liegt das Strafhöchstmaß in Kroatien und Spanien. In Kroatien sind bei Missachtung der Corona-Regeln Strafen zwischen 1050 und 15.800 Euro möglich. In Spanien drohen bei Verstößen gegen die Maskenpflicht bis zu 100 Euro Strafe – illegale Corona-Partys können bis zu 10.400 Euro kosten. Wer gegen die griechischen Auflagen zur Einreise verstößt, dem droht eine Strafe von 500 Euro. (APA/TT.com)

🔗 Nützliche Links:

▶️ Der ÖAMTC-Urlaubsservice bietet eine interaktive Europa-Karte, die für die einzelnen Länder stets aktuell zeigt, ob die Einreise möglich ist und ob eine Quarantäne bei der Rückreise zu beachten ist.

▶️ Aktuelle Reisewarnungen, Einreisebestimmungen usw. sind auch auf der Webseite des Außenministeriums zu finden.


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