Grundsteinlegung für ein neues Uni-Gebäude in Innsbruck und die Zukunft

Am Innrain entsteht bis zum Herbst 2022 ein neues Gebäude der Innsbrucker Universität. 81,4 Millionen Euro werden investiert.

So soll das Gebäude ab 2022 aussehen.
© BIG

Innsbruck – Mit bis zu zehn Geschoßen an seiner höchsten Stelle wird jenes Gebäude in den Himmel ragen, für das gestern am Innsbrucker Innrain feierlich der Grundstein gelegt wurde. Westlich des Hauptgebäudes der Leopold-Franzens-Universität entsteht in den kommenden zwei Jahren am Standort der „Alten Chemie“ ein neues Bauwerk für Lehre, Forschung und Verwaltung, in dem bei einer Nutzfläche von rund 13.000 m² unter anderem zwei Hörsäle für 600 und 200 Personen Platz finden werden. Aber auch eine Bibliothek, Kinderbetreuung und weitere Verwaltungseinheiten werden dort realisiert.

Visualisierung des neuen Multifunktionsgebäudes am Innrain 52a.
© Günter Moor

„Der neue Gebäudekomplex ermöglicht Synergien und verkürzt viele Wege“, freute sich Tilmann Märk, Rektor der Universität Innsbruck. Für Wissenschaftsminister Heinz Faßmann schafft der neue Campus Innrain „noch bessere Voraussetzungen für hervorragende Lehr- und Forschungsleistungen“. LH Günther Platter nutzte die Anwesenheit des Ministers, um sich einerseits für die Investitionen zu bedanken, andererseits den Wunsch nach einem Haus der Physik am Campus Technik ins Gedächtnis zu rufen. Das Land habe dafür jedenfalls bereits drei Millionen Euro geparkt.

Hans-Peter Weiss, CEO der BIG, Wissenschaftsminister Heinz Faßmann, Rektor Tilmann Märk, Landeshauptmann Günther Platter und Bürgermeister Georg Willi (v.l.) legten den Grundstein.
© Universität Innsbruck

„Hier wird heute nicht nur ein Grundstein für ein Gebäude, sondern auch für die Zukunft gelegt“, betonte Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi. Mit dem Bau gebe man der Wissenschaft im wahrsten Sinne des Wortes Raum. Die Investitionskosten für das von dem Architekten Günter Mohr von der Mohr Architekten ZT GmbH geplante Gebäude betragen 81,4 Millionen Euro – Geld, das Hans-Peter Weiss, CEO der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), gut investiert weiß: „Dieses Gebäude hat eine besondere Bedeutung für den Campus Innsbruck.“ Es komplettiere und ergänze diesen insbesondere auch mit vielen Freiflächen. Dadurch schaffe man außerdem die Möglichkeit für eine Erweiterung in der Zukunft. Bis zum Frühjahr 2022 soll der Bau fertiggestellt sein und im Herbst für das Wintersemester 2022/23 bezogen werden können.

Die Alte Chemie war 2015 nach einem Vorfall, bei dem Strahlung freigesetzt wurde, aufgegeben worden. 2017 rückten die Bagger an und der Altbestand wurde abgetragen. Im April des heurigen Jahres starteten die Arbeiten an dem neuen Gebäude. (np)

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