Haftstrafen für drei Angeklagte in G20-Prozess in Hamburg

Am Morgen des 7. Juli 2017 zogen rund 220 schwarz Vermummte aus Protest gegen das G20-Gipfeltreffen über die vornehme Elbchaussee in Hamburg. Aus dem Aufzug heraus wurden Autos und Gebäude angezündet, Scheiben eingeschlagen und Häuser beschmiert. Drei Männer wurden nun verteilt.

Anfang Juli 2017 kam es bei Protesten gegen das G20-Gipfeltreffen in Hamburg zu schweren Ausschreitungen.
© RONNY HARTMANN

Hamburg – Im Zusammenhang mit Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg 2017 hat das Landgericht der norddeutschen Stadt am Freitag drei der fünf Angeklagten zu Haftstrafen verurteilt.

Ein 24-Jähriger aus Frankreich wurde wegen schweren Landfriedensbruchs in Tateinheit mit Beihilfe zur Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte schuldig gesprochen. Er bekam drei Jahre.

Ein 26-Jähriger aus Deutschland erhielt ein Jahr und fünf Monate Haft auf Bewährung, ein 24-Jähriger eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Die beiden anderen, zwei junge Männer aus Deutschland im Alter von 20 Jahren, müssen wegen Landfriedensbruchs Arbeitsleistungen erbringen.

Die Staatsanwaltschaft hatte deutliche härtere Strafen zwischen zweieinhalb und fast fünf Jahren gefordert. Die Verteidiger hatten auf Freispruch plädiert.

Die Angeklagten waren nach Überzeugung der Jugendkammer unter den rund 220 schwarz Vermummten, die am Morgen des 7. Juli 2017 aus Protest gegen das Gipfeltreffen über die vornehme Elbchaussee zogen. Aus dem Aufzug heraus wurden Autos und Gebäude angezündet, zahlreiche Scheiben eingeschlagen und Häuser mit Farbe beschmiert. (APA/dpa)


Schlagworte