Wirecard: Gesuchter Manager laut Kickl einmal im Innenministerium

Bei dem Besuch des untergetauchten Wirecard-Managers Jan Marsalek sei es um eine Präsentation vor Beamten zum Asylbereich gegangen, so Kickl. Indessen wurden die Ermittlungen gegen Wirecard ausgeweitet.

Die Firmenzentrale von Wirecard in Aschheim.
© AFP

Wien, Aschheim – Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) hat einen Besuch des untergetauchten Wirecard-Managers Jan Marsalek während seiner Amtszeit bestätigt. Marsalek habe im Sommer 2018 in Anwesenheit von Beamten des Hauses einen Vorschlag im Bereich des Asylwesens präsentiert, sagte Kickl zur APA. Konkret sei es um die Bekämpfung illegaler Einwanderung gegangen. Kickl war laut eigener Angabe nicht dabei.

FPÖ-Klubchef Herbert Kickl
© APA

"Meines Wissens gab es keine konkreten Initiativen oder Veranlassungen basierend auf diesem Termin", so der nunmehrige Klubchef der Freiheitlichen am Freitag in seiner Stellungnahme. Die weitere Bearbeitung habe damals die Abteilung für Internationale Angelegenheiten im Innenministerium übernommen.

📽| Video: Ermittlungen gegen Wirecard ausgeweitet

Kickl kann laut eigener Aussage auch "ausschließen, dass irgendeine Mitteilung, die ich von Johann Gudenus bekommen habe, eine Rolle in Zusammenhang mit den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen das BVT gespielt hat, auf deren Basis die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwalt schließlich gerichtlich genehmigte Hausdurchsuchungen durchgeführt hat". Das diesbezügliche Verfahren sei ja bereits vor seiner Amtszeit anhängig gewesen, sagte Kickl. (APA, TT.com)


Kommentieren


Schlagworte