Reisen mit Kick: Auf ein Selfie nach Aleppo

Sie reisen dorthin, wo erst jüngst Menschen gestorben sind. Immer mehr Influencer propagieren im Netz Kriegsschauplätze wie Syrien oder Afghanistan. Doch die Urlaube mit Nervenkitzel sorgen auch für heftige Kritik.

Bei Aleppo liegen die byzantinischen Ausgrabungen von Barad.
© istock

Von Beate Troger

Aleppo. Die Stadt des Horrors. Alleine der Name lässt erschaudern. Die Bilder von blassen Kindern, die mit weit aufgerissenen Augen durch verfallene Gassen irren, haben sich bei vielen Menschen eingebrannt. In kaum einer anderen Stadt ist im syrischen Bürgerkrieg so viel Blut geflossen wie in der einst größten Stadt des Landes. Das Reich des autoritären Herrschers Assad ist für die polnische Influencerin Eva zu Beck hingegen Tourismusdestination. Vor knapp einem Jahr konnte sie Syrien auf ihrer persönlichen Reiseliste abhaken. Sie war dort. Alleine. Als eine der Ersten. Eine knappe Million Menschen haben auf Youtube die beiden Kurzfilme der Video-Bloggerin betrachtet.

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