Historischer Gletscher-Fund: Alpen-Spaziergänger findet Absturz-Überreste

Im Jänner 1966 sterben 177 Menschen bei einem Flugzeugabsturz über den französischen Alpen. Bei einem Spaziergang findet der Betreiber eines Snack-Restaurants auf gut 1300 Meter Höhe nun Zeitungen, die sich vermutlich an Bord der Maschine befanden. Sie vermelden ein historisches Ereignis.

Der Mont Blanc an der Grenze zwischen Frankreich und Italien ist mit einer Höhe von 4810 Metern der höchste Berg der Alpen.
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Chamonix – Ein Alpengletscher am Mont Blanc hat mögliche Überreste eines Flugzeugabsturzes von vor fast 55 Jahren freigelegt. Im Schmelzeis gefundene Zeitungen aus Indien befanden sich vermutlich an Bord einer Air-India-Maschine, die am 24. Jänner 1966 in dem französischen Bergmassiv zerschellte. Bei dem Absturz kamen 177 Menschen ums Leben.

Der Betreiber eines Snack-Restaurants auf gut 1300 Meter Höhe bei Chamonix fand die Zeitungen, die den Aufstieg Indira Gandhis zur ersten indischen Ministerpräsidentin verkünden. „Sie sind in sehr gutem Zustand", sagte der 33-jährige Timothée Mottin. Er habe die Blätter bei einem Spaziergang am Gletscher entdeckt.

Thimotée Mottin präsentiert die gefundenen Zeitungen.
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Nicht der erste Fund

Mottin hatte bereits früher mutmaßliche Überreste von dem Absturz gefunden, die er in seinem Restaurant ausstellt. Sehr „bewegt" hat ihn nach eigenen Angaben ein Foto von einem indischen Paar. „Ich zeige die Fundstücke lieber, als sie auf einem Speicher zu verstecken", sagt der 33-Jährige.

Vor drei Jahren hatte der Gletscher auch menschliche Überreste freigelegt. Unklar ist aber, ob es sich um Passagiere des Air-India-Flugs handelt oder um Insassen einer anderen indischen Maschine, die bereits 1950 am Mont Blanc abgestürzt war.

Im Jahr 2013 fand ein Skiwanderer zudem eine Kiste mit Edelsteinen, deren Wert auf bis zu 246.000 Euro geschätzt wird. Auch die Smaragde und Saphire stammen wahrscheinlich aus dem Air-India-Flug. (AFP)


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