Mordverdacht im Burgenland: Sohn gab zu, Mutter erstochen zu haben

Ein Mann soll im Bezirk Jennersdorf seine über 80-jährige Mutter mit einem Messer getötet haben. Er hat die Tat gestanden.

Jennersdorf – Im Bezirk Jennersdorf im Burgenland hat sich Mittwochabend offenbar eine schwere Gewalttat im Familienkreis ereignet. Ein 55 bis 65 Jahre alter Mann hat vermutlich seine über 80-jährige Mutter mit einem Messer getötet. Ein Motiv oder nähere Umstände der Tat waren der Staatsanwaltschaft Eisenstadt vorerst nicht bekannt, dies alles ist Gegenstand der umgehend aufgenommenen Ermittlungen des Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft.

Der tatverdächtige Sohn habe offensichtlich Suizid begehen wollen und sich dabei verletzt, hieß es. Er wurde von der Kriminalpolizei in den Abendstunden festgenommen. Über das Ausmaß seiner Verletzungen konnte der Staatsanwaltschafts-Sprecher Roland Koch noch keine Auskunft geben.

Verdächtiger gab Tat zu

Der Mann hat die Tat am Donnerstag gestanden. Eine Obduktion wurde angeordnet, teilte die Staatsanwaltschaft Eisenstadt auf APA-Anfrage mit.

Der Mann sei nicht so schwer verletzt gewesen wie zunächst angenommen und sei bereits aus dem Spital entlassen worden, sagte Staatsanwaltschaftssprecher Roland Koch. Er sei daraufhin im Laufe des Donnerstags einvernommen worden und habe die Tat dabei zugegeben. Der Verdächtige, der am Mittwochabend festgenommen wurde, werde nun in die Justizanstalt gebracht. Die bei Mordverdacht bedingt obligatorische U-Haft wurde beantragt.

Ein Küchenmesser wurde als mutmaßliche Tatwaffe sichergestellt. Die näheren Umstände der Tat werden laut der Staatsanwaltschaft ebenso wie der genaue Tatzeitpunkt noch geprüft. Auch das Motiv ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. (APA)


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