Kastration für Kinder-Vergewaltiger: Streit um Gesetz in Kaschmir

Tätern droht bei der Vergewaltigung von Minderjährigen in Kaschmir künftig Kastration. Auch die Todesstrafe, lebenslange Haft und hohe Geldstrafen sind vorgesehen.

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Islamabad – In Pakistan ist nach einer Gesetzesänderung in der teilautonomen Himalayaregion Kaschmir eine Kontroverse um die Bestrafung von Sexualverbrechen entbrannt. Den Tätern droht bei der Vergewaltigung von Minderjährigen künftig Kastration. Auch die Todesstrafe, lebenslange Haft und hohe Geldstrafen sind vorgesehen.

Die Gesetzesänderung wurde bereits am 2. Juli einstimmig vom Parlament im pakistanischen Teil Kaschmirs beschlossen. Ansar Burney, einer der führenden Menschenrechtsaktivisten in Pakistan, kritisiert das Gesetz als unmenschlich: „Das Schlimmste ist, dass es missbraucht werden kann, weil das Strafverfolgungs- und Justizsystem in Pakistan schwach ist und manipuliert werden kann." Auch Anwälte in Pakistans Hauptstadt Islamabad äußerten Kritik.

Doch Politiker in Kaschmir verteidigen die Verschärfung des Strafrechts. „Dieses Gesetz ist hart, aber es richtet sich gegen ein sehr abscheuliches Verbrechen, und für uns hat es Sinn, dass ein Pädophiler keine Sympathie oder eine zweite Chance verdient", sagte Ahmed Raza Qadri, Co-Autor der Gesetzesänderung und Minister in der Himalayaregion. (APA/dpa)


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