Todesursache von „Glee“-Star Naya Rivera steht nach Autopsie-Bericht fest

Nach tagelanger Suche bergen Taucher den Leichnam der vermissten „Glee"-Schauspielerin Naya Rivera aus dem Lake Piru in Kalifornien. Die Ermittler vermuten schnell, dass es sich um einen tragischen Unfall handelt. Der nun veröffentlichte Autopsie-Bericht bestätigt den Verdacht.

Naya Rivera wurde nur 33 Jahre alt.
© FREDERIC J. BROWN

Los Angeles – Die US-Schauspielerin Naya Rivera (33) ist ertrunken. Das gaben die Behörden in Kalifornien nach der Autopsie nun offiziell bekannt. Ihr Tod war demnach ein Unfall. Die 33-Jährige, die durch die Serie „Glee" bekannt wurde, galt seit vergangenem Mittwoch als vermisst. Sie hatte ein Boot gemietet, um mit ihrem Sohn einen Ausflug auf dem Piru-See im Los Padres National Forest im kalifornischen Ventura County zu machen. Der Vierjährige wurde später allein auf dem Boot gefunden. Am Montag entdeckten die Taucher Riveras Leiche.

In dem Autopsie-Bericht heißt es, dass es keinen Hinweis auf Gewalteinwirkung gebe oder darauf, „dass Drogen oder Alkohol eine Rolle beim Tod der Verstorbenen gespielt haben". Ein toxikologischer Test stehe aber noch aus. Die Identität Riveras sei durch eine Untersuchung der Zähne bestätigt worden, hieß es weiter.

Bereits zuvor hatte die Polizei erklärt, dass es keine Anzeichen für ein Verbrechen oder einen Suizid gebe. In dem See gebe es viele Strömungen, die besonders am Nachmittag auftauchen, sagte Bill Ayub, Sheriff von Ventura County. Trotz der Gefahr sei das Schwimmen in dem See aber erlaubt.

Rivera rettete Sohn vor ihrem Tod

Rivera und ihr Sohn Josey.
© CHRIS DELMAS

Die 33-Jährige hatte nach Angaben der Polizei vor einer Woche ein Boot gemietet, um mit ihrem kleinen Sohn im Lake Piru nordwestlich von Los Angeles schwimmen zu gehen. Stunden später fanden Insassen eines anderen Bootes den Vierjährigen alleine schlafend an Bord, von der Mutter fehlte jede Spur. Danach suchten Rettungskräfte unter anderem mit Tauchern, Drohnen, Booten und Hubschraubern nach dem TV-Star, zunächst ohne Erfolg. Am Montag wurde dann die Leiche entdeckt.

Die genauen Umstände, die zum Tod Rivera geführt haben, dürften für immer ungeklärt bleiben. „Wir wissen aus Gesprächen mit ihrem Sohn, dass er und Naya irgendwann während des Bootsausflugs gemeinsam im See geschwommen sind. Ihr Sohn erzählte, wie Naya ihm dann ins Boot geholfen habe, indem sie ihn von hinten auf das Deck beförderte", sagte Sheriff Ayub bei einer Pressekonferenz. Der Bub habe den Ermittlern dann erzählt, „dass er zurückblickte und sie unter der Wasseroberfläche verschwinden sah".

Familie veröffentlichte Statement

Riveras Familie hat inzwischen ein Statement veröffentlicht: „Wir sind so dankbar für die Liebe und die Gebete für Naya, Josey und unsere Familie in der vergangenen Woche", zitiert Deadline aus der Erklärung. „Naya war ein erstaunliches Talent, aber eine noch größere Person, Mutter, Tochter und Schwester." Zudem bedankte sich die Familie bei allen, die an der Suche beteiligt waren. In den sozialen Medien nahmen viele Kollegen Abschied von Rivera. Darunter die ehemaligen „Glee"-Schauspieler Chris Colfer, Demi Lovato und Darren Criss.

In der populären Fernsehserie „Glee“ (2009-2015) spielte die in Kalifornien geborene Rivera die zickige und intrigante Cheerleaderin Santana Lopez, die sich in eine Mitschülerin verliebt, aber ihre Gefühle hinter Biestigkeit und Arroganz verbirgt. (TT.com, spot, dpa)


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