Geldstrafen oder gar Gefängnis: Formel 1 in Ungarn unter besonderer Beobachtung

Rennen Nummer drei nacheinander - die Formel 1 fährt mit Vollgas durch die Corona-Saison. Schauplatz an diesem Sonntag (15.10 Uhr/live TT.com-Ticker): der Hungaroring bei Budapest. Eine Strecke, die Fahrer und Fahrzeuge stresst. Dazu ist es für gewöhnlich ziemlich heiß. Zündstoff gibt es aber auch so schon genug.

In Spielberg hatte Mercedes die Nase vorne, in Ungarn nimmt Red Bull mit Max Verstappen den ersten Saisonsieg ins Visier.
© GEPA pictures/ XPB Images

Wie ist die Stimmung bei Ferrari?

Ein Fahrer (Vettel), der ein neues Team sucht, ein anderer (Charles Leclerc), dessen Ambitionen durch den selbst verschuldeten Crash zuletzt mit Vettel einen schweren Dämpfer erlitten. Ein Auto, das zu langsam ist, ein Teamchef (Mattia Binotto), der vor allem in Krisenzeiten bislang alles andere als souverän wirkte. Die Traditionsmarke, die ihren Mythos pflegt, ist auf dem Selbstzerstörungstrip. Die nächste Ausfahrt sollte Ferrari nicht verpassen, sonst wird das Jahr des 1000. Rennens der Scuderia in der Formel 1 zum kompletten Desaster.

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Wer kann Hamilton und Mercedes stoppen?

„Zwei Siege aus zwei Rennen: Das mag sich von außen betrachtet so anhören, als ob das Kräfteverhältnis eindeutig ist. Aber das ist bei Weitem nicht der Fall“, sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Spielberg war Mercedes-Land. Nun geht es auf den Hungaroring, und dort erwarten Wolff vor allem starke Red-Bull-Rennwagen mit Max Verstappen und Alexander Albon am Steuer. „Sie werden dort nur sehr schwer zu schlagen sein.“ Man sollte aber auch nicht vergessen, wie die Bilanz von Hamilton auf dem knapp 4,4 Kilometer langen und kurvenreichen Kurs ist: Siebenmal gewann der Brite schon in Ungarn, zuletzt zweimal nacheinander.

Was gibt es ansonsten Besonderes?

Die Corona-Maßnahmen in Ungarn machen es besonders dem Personal aus Großbritannien und Nicht-EU-Staaten noch schwerer. Ohnehin in ihrer eigenen Schutzblase mit diversen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen, droht einem Großteil der Formel-1-Gemeinde empfindliche Strafen, wenn sie in Budapest gegen die dort geltenden Auflagen verstoßen. Die Benutzung öffentlicher Transportmittel, Taxi fahren, Essen gehen in einem Restaurant - britischen Medienberichten zufolge drohen Geldstrafen von umgerechnet bis zu 14.000 Euro oder sogar Gefängnis.


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