"Schwulen-freie Zone": Holländische Stadt kündigt Polen Freundschaft

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"Das ist eine LGBT-freie Zone", heißt es auf einem Aufkleber, der im Juli 2019 einem polnischen Magazin beigelegt war. Seit Anfang 2019 gab es in Polen dutzende Fälle, in denen sich Regional- oder Kommunalverwaltungen "LGBT-frei" erklärt hatten.
© JANEK SKARZYNSKI

Nieuwegein – Die niederländische Stadt Nieuwegein hat der polnischen Stadt Pulawy wegen deren schwulenfeindlicher Haltung die Freundschaft gekündigt. Pulawy hatte sich zuvor wie andere Kommunen zur "schwulen-freien Zone" erklärt. Damit sei eine Grenze überschritten, entschied das Stadtparlament von Nieuwegein bei Utrecht am Dienstagabend.

Die freundschaftlichen Beziehungen würden mit sofortiger Wirkung beendet. "LGBT-freie Zonen wie in Pulawy sind, was uns angeht, echt unakzeptabel", erklärte die zuständige Beigeordnete Marieke Schouten.

Nieuwegein mit seinen rund 60.000 Einwohnern bezeichnet sich selbst als "Regenbogen-Stadt". Der Regenbogen ist das Symbol der LGBTI-Bewegung. Schouten klebte symbolisch einen entsprechenden Aufkleber auf das Ortsschild und bedeckte damit den Namen der Partnerstadt in Polen.

Die Niederländer hatten zunächst im März der Partnerstadt in Polen einen Brief geschrieben und um ein Gespräch gebeten. Darauf habe die Partnerstadt aber nicht reagiert. (APA/dpa)

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