Österreich unterstützt Palästina-Flüchtlinge mit 8,1 Millionen Euro

Durch die Corona-Pandemie haben sich die prekären Lebensbedingungen palästinensischer Flüchtlinge nochmals zugespitzt. Das Geld aus Österreich soll den Flüchtlingen im Westjordanland und im Gazastreifen Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung ermöglichen.

Palästinensiche Flüchtlingskinder in einem Lager im Gazastreifen.
© MOHAMMED ABED

Wien – Österreich unterstützt Palästina-Flüchtlinge mit 8,1 Millionen Euro. Im Zeitraum 2020 bis 2022 soll das Geld an das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) überwiesen werden.

Ein entsprechende Vereinbarung zur Unterstützung des UNRWA-Gesundheitsprogramms unterzeichneten am Montag die Leiterin der österreichischen Vertretung in Ramallah, Astrid Wein, und UNRWA-Kommunikationsdirektor Sami Mshasha in Ostjerusalem. Das teilte die Austrian Development Agency, die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, in einer Aussendung mit.

Mit 5,7 Millionen Euro stärkt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit die medizinische Versorgung für mehr als 134.000 palästinensische Flüchtlinge im Westjordanland und im Gazastreifen, zusätzlich zum heurigen österreichischen Kernbeitrag in der Höhe von 400.000 Euro an das UNRWA. Weitere 2 Millionen Euro decken die täglichen Grundbedürfnisse von über 18.000 Palästina-Flüchtlingen in Syrien.

"Im Namen von UNRWA danke ich der österreichischen Bundesregierung für diese rechtzeitigen und großzügigen Beiträge – und dafür, dass Österreich zum ersten Mal seine Unterstützung über mehrere Jahre hinweg zugesagt hat. Wir hoffen, dass mehr Länder dem österreichischen Beispiel folgen werden und die Finanzierung unserer Agentur dadurch vorhersehbarer machen“, betonte Kommunikationsdirektor Mshasha bei der Unterzeichnung des Kooperationsabkommens.

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Wir stärken vor allem die Versorgung von Schwangeren sowie von Müttern und ihren Kindern.
Astrid Wein

"Mit unserem Beitrag zum UNRWA-Gesundheitsprogramm wollen wir allen Flüchtlingen Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung ermöglichen. Wir stärken vor allem die Versorgung von Schwangeren sowie von Müttern und ihren Kindern. Und wir helfen UNRWA, die Behandlung in Spitälern und Spezialkliniken auf stabilere Beine zu stellen. Ein gestärktes Gesundheitssystem ist außerdem die Basis für jede COVID-19-Maßnahme", erklärte Astrid Wein.

Durch die Corona-Pandemie haben sich die prekären Lebensbedingungen palästinensischer Flüchtlinge nochmals zugespitzt. Die 5,7 Millionen Euro aus Österreich finanzieren knapp 5 Prozent des UNRWA-Gesundheitsprogramms im Gazastreifen, im Westjordanland und in Ostjerusalem. In etwa 134.000 Menschen werden damit erreicht. (APA)


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